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Indien strebt den 10-Dollar-Laptop an

Unter dem Motto "Ein Laptop für jedes Kind" startete Nicolas Negroponte, Gründer und Chef des MIT Media Lab, im Januar 2005 die Bildungsinitiative OLPC, die einen Laptop für 100 Dollar anstrebt, um Kindern in armen Ländern größere Bildungschancen zu ermöglichen. Ganz scheint das Ziel nicht erreicht zu sein, denn nach jüngsten Berichten ist eher mit einem Preis von 175 Dollar zu rechnen.

Das indische Bildungsministerium stand dem Projekt schon früher skeptisch gegenüber. Dort hieß es, jedem Kind einen Computer auszuhändigen, sei pädagogisch fragwürdig. Möglicherweise hat die Ablehnung der OLPC-Initiave aber auch andere Gründe, denn jetzt wurde bekannt, dass man in Indien bereits an einem 10-Dollar-Laptop arbeitet.

Wie die Indiatimes berichtet, sei man bei Laborstückzahlen bereits bei Produktionskosten von 47 Dollar angelangt. Das Ministerium hoffe angesichts einer erwarteten Nachfrage von einer Million Laptops auf einen dramatischen Kostenrückgang. "Wir haben die Hoffnung, dass der Preis auf 10 Dollar geht", sagte ein Sprecher. Man recherchiere zudem, ob ein indisches Unternehmen die Produktion übernehmen könne.

Es werde allerdings noch zwei Jahre dauern, bis die Laptops Realität werden, berichtet die Indiatimes weiter. Ein Sprecher betonte, dass man nichts überstürzen wolle, zumal noch diverse Fragen zu klären sind. Ausführliche Tests der Hardware und der Aufbau eines Wartungsnetzwerks werden geraume Zeit benötigen. Technische Details sind mit dem Verweis auf Urheberrechts- und Patentfragen bisher kaum zu erfahren.

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