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Indiens günstigstes Smartphone wird für etwas mehr als 3 Euro verkauft

Ein Smartphone für etwas mehr als drei Euro? Auf dem indischen Markt gibt es so etwas. Der Smartphone-Markt in Indien boomt. Aber die günstigsten Lösungen sind auch dort nicht immer beliebt.

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Indiens günstigstes Smartphone wird für etwas mehr als 3 Euro verkauft

(Bild: Ringing Bells)

Das günstigste Smartphone Indiens soll für umgerechnet 3,28 Euro auf den Markt kommen. Die junge indische Firma Ringing Bells warb am Dienstag in Zeitungen für das Modell, das mit einem vier Zoll großen Display und zwei Kameras ausgestattet ist. Es läuft mit dem Google-Betriebssystem Android. Mehrere Initiativen der indischen Regierung wie "Make in India" und "Digital India" unterstützen die Markteinführung. Wie hoch die Zuschüsse sind, war zunächst unklar. Es soll aber keine Vertragsbindung an einen Mobilfunk-Anbieter geben.

Boomender indischer Markt

Der Smartphone-Markt in dem aufstrebenden Schwellenland boomt derzeit. Nach Zahlen der Marktforscher von Counterpoint Research überholte Indien jüngst die USA und hat damit nun nach China den zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt. Im vergangenen Jahr seien mehr als 100 Millionen Geräte verkauft worden. Noch ist der Markt aber kaum gesättigt: Nur rund 220 Millionen der etwa 1,3 Milliarden Menschen auf dem Subkontinent haben ein Smartphone. Nach wie vor werden mehr einfache Mobiltelefone als Smartphones verkauft.

Viele Inder sind extrem preisbewusst und greifen auch bei Smartphones zu günstigen Modellen, gerne von indischen Herstellern. Doch das Billigste wird oft ebenfalls verschmäht – das zeigt sich etwa an den extrem schleppenden Verkäufen des Kleinwagen Tata Nano. Auch die Verkäufe des Tablets Aakash, das als das günstigste auf der Welt angepriesen wurde, blieben weit hinter den Erwartungen zurück, weil die Nutzer mit den Möglichkeiten des Geräts nicht zufrieden waren.

Auch Facebook scheiterte

Indien hatte sich kürzlich auch als schwieriger Markt für Mark Zuckerberg und seine Initiative Internet.org und Free Basics erwiesen. Während Zuckerberg davon ausging, hunderten Millionen von bedürftigen Indern einen kostenlosen aber inhaltlich beschränkten Zugang zum Internet zu ermöglichen und so für – nach seiner Definition – Netzneutralität zu sorgen, schmetterte die indische Telekom-Aufsicht TRAI (Telecom Regulatory Authority of India) sein Projekt ab. Auch indische Netzaktivisten hatten sich gegen Zuckerbergs Pläne gewandt. Mittlerweile soll Facebook Free Basics komplett für den indischen Markt gesperrt haben. (mit Material der dpa) / (kbe)

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