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Indoor-Drohne: Studenten eröffnen kurzzeitig ein Drohnen-Café

Die Indoor-Drohne "Blue Jay" könnte ein ständiger Begleiter werden, geht es nach ihren Entwicklern. Sie kann nicht nur – wie bei einem Fest geschehen – Getränke ausliefern, sie könnte in geschlossenen Räumen auch andere Hilfstätigkeiten ausüben.

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Die Indoor-Drohne Blue Jay sollte ihr Können als fliegender Kellner zeigen. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind aber vielfältiger.

(Bild: Bluejayehv)

Studenten der Technischen Universität Eindhoven (TU/e) haben für kurze Zeit ein Drohnen-Café eröffnet. Besucher der Universität sollten sich von der Drohne namens "Blue Jay" Getränke liefern lassen und so mit der Idee einer Indoor-Drohne bekannt gemacht werden. Anlass für die Demonstration vor Publikum war der 60. Gründungstag der Universität, der mit einem Fest gefeiert wurde.

Blue Jays Form soll vor Verletzungen schützen

(Bild: Bluejayehv)

Die Gruppe von 20 Studierenden arbeitet bereits seit neun Monaten an den Prototypen von Blue Jay. Die Indoor-Drohne soll nicht nur wie in dem Drohnen-Café als Kellner eingesetzt werden können, sondern als fliegendes Helferlein wesentlich mehr Aufgaben in geschlossenen Räumen übernehmen. So könnten Indoor-Drohnen etwa Einbrecher aufspüren, für den Brandschutz eingesetzt werden oder auch Medikamente ausliefern.

Die Drohne soll wie ein Haustier sein

Blue Jay hat für seine Hilfstätigkeiten einen integrierten Greifarm. Mit diesem kann die Drohne Gegenstände aufheben und absetzen. Die Studierenden haben laut eigener Aussage bei der Konstruktion der Drohne sehr darauf geachtet, dass nur eine geringe Verletzungsgefahr von ihr ausgeht. Die Rotoren werden deshalb von einem schützenden Ring abgeschirmt.

Gäste ordern Getränke, indem sie der Drohne auf einem Formblatt zeigen, was sie möchten

(Bild: A.C.B. van der Ven )

Die Drohne fliegt autonom und soll lernfähig sein. Ziel ist es, so Tessie Hartjes, Studentin der TU/e und Leiterin des Forschungsteams, dass die Besitzer einer Blue Jay die Indoor-Drohne abrichten können wie ein Haustier. Hierfür hat die Drohne Sensoren, die unter anderem passenderweise wie Augen aussehen. So konnten die Gäste ihre Bestellungen im Drohnen-Café zum Beispiel über optische Signale abgeben.

Die Indoor-Drohne der Eindhovener Studenten ist nicht die erste Indoor-Drohne, die als Kellner eingesetzt wurde. Schon seit einigen Jahren experimentieren andere Hersteller und auch Restaurants bereits mit Indoor-Drohnen. Diese tragen ihre auszuliefernden Speisen aber zumeist auf ihrer Oberseite. Einen anderen Ansatz zeigt derzeit Festo auf der Hannover Messe: hier besteht der fliegende Butler aus einem Heliumballon, der Getränkeflaschen zum Transport ins Innere saugt.

Ob das Drohnen-Café eine permanente Einrichtung an der TU/e wird oder tatsächlich nur für das "Dream & Dare Festival" eröffnet hat, konnte bisher nicht geklärt werden. Eine Antwort auf die Anfrage von heise online steht derzeit noch aus.

[Update, 02.05.2016, 12:25 Uhr]: Die TU/e hat erklärt, dass das Drohnen-Café tatsächlich nur für das Festival eröffnet wurde.

(Quelle: Technische Universität Eindhoven (TU/e))
(Quelle: Infinium Robotics)

(kbe)