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Chiphersteller Infineon: Umsatzplus trotz schwierigem Markt

Gewohnt stark lief die Automotive-Sparte von Infineon trotz eines schwierigen Marktes in China. Rückläufig war allerdings der Gewinn im dritten Quartal.

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Ein Chip von Infineon auf der Messe Semicon am Stand des Halbleiterherstellers.

(Bild: dpa, Matthias Hiekel)

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Trotz anhaltend schwieriger Marktbedingungen in der Halbleiterbranche hat der Chiphersteller Infineon ein ordentliches drittes Geschäftsquartal erreicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte das Unternehmen den Umsatz um vier Prozent auf rund 2 Milliarden Euro.

Unter dem Strich verdiente der Dax-Konzern aus Neubiberg bei München weniger: 224 Millionen Euro nach 271 Millionen im Vorjahresquartal – ein Minus von fast 18 Prozent.

Den höchsten Umsatz erzielte Infineon mit Sensoren und Mikrocontrollern im Automotive-Bereich. 888 Millionen Euro erwirtschaftete die Sparte, sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor (836 Millionen). Das operative Ergebnis sank jedoch um 18 Prozent von 120 Millionen auf 98 Millionen Euro.

Ebenfalls mit einem Umsatzplus, aber einem Rückgang beim operativen Gewinn steht die Sparte Industrial Power Control (IPC) da. Sie umfasst Chips, die in der Energieindustrie eingesetzt werden. Der Umsatz stieg leicht von 349 Millionen auf 357 Millionen Euro, während der operative Gewinn von 71 Millionen auf 55 Millionen Euro einbrach – ein Minus von 23 Prozent.

Das Unternehmensfeld Power Management & Multimarket (PMM) mit Chips im Bereich der Stromversorgung konnte als einziges unterm Strich zulegen: Das operative Ergebnis stieg im Jahresvergleich von 137 Millionen auf 145 Millionen Euro. Der Umsatz legte leicht zu – auf 598 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 580 Millionen Euro.

Vorstandschef Reinhard Ploss stellte fest, die Nachfrage sei insgesamt solide gewesen. Er verwies allerdings auch darauf, dass größere Wachstumsimpulse von April bis Juni ausgeblieben seien. Infineon bekommt die Flaute an den Automärkten und das schwächere Wachstum in China zu spüren.

Der Manager bestätigte dennoch die im März gekappte Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018/2019 (per Ende September). Demnach rechnet Infineon mit einem Gesamtumsatz von 8 Milliarden Euro. Bis zum Jahresende möchte Infineon die Übernahme von Cypress abschließen (mma)