Infineon: US-Behörde CFIUS erlaubt Cypress-Übernahme

Die US-Behörde CFIUS genehmigt Infineon die Übernahme des Konkurrenten Cypress. Noch steht aber die Genehmigung durch chinesische Behörden aus.

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(Bild: Infineon)

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Die US-Aufsichtsbehörde Commitee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) hat den Weg für die geplante 9 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des US-Unternehmens Cypress Semiconductor durch den deutschen Chiphersteller Infineon genehmigt. Das gab Infineon am Dienstag in einer kurzen Mitteilung bekannt. Unklar ist, ob auch die Staatliche Verwaltung für Marktregulierung Chinas (State Administration for Market Regulation, SAMR) dem Deal zustimmen wird.

Noch am Donnerstag hatte sich das CFIUS gegen die Transaktion gestellt. Die Behörde sah die nationale Sicherheit der USA durch die Cypress-Übernahme gefährdet, wollte jedoch keine weiteren Details nennen. Auch Infineon und Cypress wollten sich nicht äußern. Offenbar ist CFIUS nun zu einer anderen Einschätzung gekommen. Zu den Gründen äußerte sich die US-Behörde zunächst nicht. Auch in der Infineon-Mitteilung findet sich dazu kein Hinweis. Cypress teilte lediglich mit, dass das CFIUS nun keine Einwände mehr gegen den Deal aus "ungelösten" Gründen der nationalen Sicherheit mehr habe.

Der Dax-Konzern Infineon würde mit der Übernahme in die Top 10 der größten Chiphersteller aufsteigen und zur weltweiten Nummer eins der Chiplieferanten der Autoindustrie werden. Die Aktionäre von Infineon sehen den geplanten Deal jedoch kritisch, wie sich kürzlich auf der Hauptversammlung in München gezeigt hatte. Die Anteilseigner kritisierten den hohen Preis von 9 Milliarden US-Dollar. Sie sehen die Übernahme als riskante Wette. Für sie ist unklar, inwieweit sich das Geschäft positiv auf die Rendite auswirkt. Infineon-Chef Reinhard Ploss sieht dagegen die Übernahme als wichtigen Baustein, um das Kerngeschäft Infineons auszubauen und das Unternehmen auf dem US-Markt zu stärken. (olb)