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Infineon gründet Tochtergesellschaft

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Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft bereitet sich der Münchner Halbleiterkonzern Infineon auf einen möglichen Konzernumbau vor. Konkrete Auslagerungen von Unternehmensbereichen in die neue Invot AG seien jedoch nicht geplant, sagte ein Infineon-Sprecher am Dienstag in München. Es handle sich vielmehr um einen reinen Vorratsbeschluss. Das neue Unternehmen beschäftige sich mit Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Bauelementen, Systemen und Software. Der Firmenzweck sei möglichst allgemein gehalten, da derzeit noch nicht bekannt ist, wofür die neue Tochter genutzt werden soll. Invot-Vorstände werden der Finanzexperte Robert Hawlicek und Dominik Asam, Leiter von Investor Relations, Beteiligungen und Finanzierungen.

Bereits seit mehreren Wochen wird über die Ablösung der stark konjunkturabhängigen Speicherchip-Sparte spekuliert. Die Sparte erwirtschaftete zuletzt mehr als ein Drittel der Infineon-Umsätze und war in den vergangenen drei Jahren für einen Großteil der Milliardenverluste verantwortlich. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft gibt es indes massiven Widerstand gegen diese Pläne. (tol)