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Informatik-Unterricht an Baden-Württembergs Schulen vorerst gesichert

In Baden-Württemberg drohte die Einführung von Informatik als Pflichtfach für Siebtklässler an Haushaltsfragen zu scheitern. Für das kommende Schuljahr wurde nun aber eine Lösung gefunden.

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Informatik-Unterricht an Baden-Württembergs Schulen vorerst gesichert

(Bild: dpa, Patrick Seeger)

Ab dem Schuljahr 2017/2018 soll an baden-württembergischen Schulen ab der siebten Klasse Informatik zum Pflichtfach werden. Das hatte die Landesregierung Ende letzten Jahres angekündigt. Zuletzt drohte das Vorhaben aber daran zu scheitern, dass der grün-schwarze Haushaltsausschuss die 500 zusätzlichen Lehrerstellen nicht genehmigt hat, die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) für den Informatik-Unterricht sowie für einen geplanten Ausbau der Ganztagsschulen und für Vorhaben zur besseren Einbeziehung behinderter Schüler gefordert hatte.

Wie der SWR und die Stuttgarter Zeitung übereinstimmend berichten, wurde nun zumindest für das kommende Schuljahr eine Lösung gefunden. Demnach soll die Kultusministerin für ihre Projekte insgesamt 320 Stellen bekommen, davon 60 für das Fach Informatik. Die Hälfte der Stellen kommt aus einem Programm für mehr Deutsch- und Mathematikstunden in den 3. und 4. Klassen der Grundschulen, das für Viertklässler ohnehin erst ab dem übernächsten Schuljahr vorgesehen war. Die restlichen Stellen werden einmalig für das nächste Schuljahr mit Mitteln finanziert, die unter anderem für die frühkindliche Bildung vorgesehen waren. Neueinstellungen wird es dafür laut Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne)
aber nicht geben; der Haushalt werde strukturell nicht belastet.

Der jetzt gefundene Kompromiss zwischen Finanz- und Kultusministerium sieht außerdem vor, dass der Landesrechnungshof prüfen soll, wo künftig Einsparungen im Kulturressort möglich sind. Es soll sichergestellt werden, dass die Lehrer dort eingesetzt würden, wo man sie brauche. (hos)

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