Menü

Ingram Micro meldet Rekordergebnis für das zweite Quartal 2007

vorlesen Drucken Kommentare lesen

Das beste zweite Quartal in der Unternehmensgeschichte kann der Broadline Distributor für die Ende Juni 2007 abgelaufene Dreimonatsperiode vermelden. Der Umsatz stieg im Quartalsvergleich um elf Prozent auf 8,19 Milliarden US-Dollar – damit landete Ingram Micro am oberen Ende der eigenen Prognosen aus dem ersten Quartal 2007. Der Nettogewinn blieb mit 52,3 Millionen US-Dollar auf dem Vorjahresniveau, wird aber durch eine einmalige Rückstellung von 15 Millionen US-Dollar belastet, die die US-Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit bestimmten Geschäft zwischen McAfee und Ingram Micro aus den Jahren 1999 bis 2000 fordert.

Besonders erfreulich entwickeln sich für Ingram-Chef Gregory M. Spierkel die Geschäfte des Distributors in der Region Asia-Pazific, wo die Umsätze über 30 Prozent auf 1,76 Milliarden US-Dollar kletterten. Das Betriebsergebnis stieg sogar 94 Prozent auf 31 Millionen US-Dollar. In Deutschland hingegen sollen die Investitionen in den Ausbau der Marktanteile – nach der problematischen Einführung einer neuen Lagerverwaltungssoftware im vergangenen Jahr – in den kommenden Monaten Früchte tragen. So hatte Ingram beispielsweise sein Produktmanagement hierzulande in vier Bereichen neu aufgestellt und verzichtet künftig vollständig auf den Mindermengenzuschlag bei Bestellungen mit einem Warenwert unter 100 Euro.

In der Region EMEA konnte der Distributor dennoch ein deutliches Umsatzwachstum von 16 Prozent auf 2,78 Milliarden US-Dollar erzielen. Das Betriebsergebnis stieg ähnlich stark auf knapp 23 Millionen US-Dollar. Dabei profitiert Ingram von den Währungseffekten durch den im Vergleich zum US-Dollar hohen Kurs des Euro. Für das laufende dritte Quartal gibt sich CEO-Spierkel entsprechend zuversichtlich: weltweit peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 8,3 und 8,5 Milliarden US-Dollar an, das Betriebsergebnis soll auf bis zu 71 Millionen US-Dollar gesteigert werden. (map)