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Inhaftierter Aktivist in China fordert IOC-Präsidenten zu Gefängnisbesuch auf

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Ein bekannter chinesischer Menschenrechtsaktivist hat IOC-Chef Jacques Rogge aufgefordert, ihn im Gefängnis zu besuchen. In einem Brief beklagte He Depu, dass sich die Bedingungen vor allem für politische Häftlinge im Vorlauf zu den Olympischen Spielen in Peking verschlechtert hätten. Der Brief an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sei über Mittelsmänner aus der Haft geschmuggelt worden, erklärte die Menschenrechtsgruppe Human Rights in China, die das Schreiben am Donnerstag veröffentlicht hatte. Der Brief war vom 26. April datiert.

"Jedes Mal, wenn Sie nach Peking kommen und die fröhlichen Spektakel hier sehen, wissen Sie, dass nur etwa zehn Kilometer weiter Pekings politische Häftlinge ungemein leiden müssen für den Fortschritt der Gesellschaft und die Entwicklung der menschlichen Zivilisation?", fragte der Aktivist, der 1998 bei der Gründung der verbotenen Demokratischen Partei Chinas geholfen hatte. He Depu war 2003 wegen der "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu acht Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er sich in Internetartikeln für politische Reformen und Demokratie ausgesprochen hatte.

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(dpa) / (jk)