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Initiative will den Unix/Linux-Desktop GNOME auf mobilen Geräte verbreiten

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Die GNOME Foundation, die den gleichnamigen Unix/Linux-Desktop entwickelt und betreut, hat die Gründung einer Initiative für mobile und eingebettete Anwendungen bekannt gegeben. Ziel der GNOME Mobile & Embedded Initiative (GMAE) sei es, eine Software-Plattform für ein breites Sortiment an Geräten fortzuentwickeln, also in stark wachsende Märkte vorzustoßen. Bislang sei die GNOME Mobile & Embedded Platform bereits eine Schlüsselkomponente in Geräten wie den Nokia N770 und N800, dem XO-Laptop des Projekts One Laptop Per Child und dem Mobiltelefon OpenMoko Neo1973.

Gründungsmitglieder der GMAE sind Access, Canonical, Debian, Igalia, Imendio, Intel, Nokia, OLPC, OpenedHand und Red Hat. Als Unterstützter treten CodeThink, Collabora, FIC, Fluendo, Kernel Concepts, Movial, Nomovok, Openismus, Vernier, Waugh Partners und Wolfson Microelectronics auf. Weiterhin sind als Open-Source-Projekte neben GNOME Avahi, BlueZ, Cairo, GPE, GStreamer, GTK+, Hildon, Maemo, Matchbox, OpenMoko, Telepathy und Tinymail beteiligt. Dazu kommen die Organisationen CELF, die Linux Foundation und LiPS. Sie haben sich unter anderem auf die Fahne geschrieben, den GNOME-Desktop auf Smartphones zu bringen, ihre Anstrengungen zu koordinieren und nach außen hin gut wahrnehmbar zu sein.

Die GNOME Mobile & Embedded Platform soll unter der LGPL vertrieben werden. Die Lizenz ermögliche die kostenfreie Verwendung in proprietären Software-Produkten, verlange aber auch, dass Änderungen am Code in die Community zurückfließen. Die Initiative arbeitet derzeit an Komponenten wie Java Mobile & Embedded Platform (Java ME), dem Verortungdienst GeoClue, dem Hardware-Informatiossydtem HAL, an dem Audio-Management-Dienst PulseAudio und einem mobilen E-Mail-Framework (Tinymail). (anw)