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Innenministerium dementiert: Kein Cyberangriff auf Fluggastdaten-System

Laut einem Medienbericht soll das Bundesverwaltungsamt nach einem Hack das Fluggastdatensystem abgeschaltet haben, das Bundesinnenministerium dementiert jedoch. Beim Auswärtigen Amt sollen Dokumente zum Brexit entwendet worden sein.

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Hacker

(Bild: dpa, Nicolas Armer/Symbolbild)

Das Bundesinnenministerium hat einen Bericht des SPIEGEL dementiert, dem zufolge das Bundesverwaltungsamt nach einem Hacker-Angriff ein System zur Übermittlung von Fluggastdaten abgeschaltet haben soll. "Ein Hack, wie berichtet, hat nicht stattgefunden", teilte ein Ministeriumssprecher am Samstag mit. Das derzeit im Rahmen einer EU-Richtlinie aufgebaute "Passenger Name Record System" (PNR) befinde sich noch in der Erprobung. Im Zuge dessen seien Belastungstests durchgeführt worden.

Bereits vor gut einer Woche war ein Hacker-Angriff auf die Bundesregierung bekanntgeworden, der auf das Referat für Russland und Osteuropa im Auswärtigen Amt gezielt hatte. Wie der SPIEGEL-Bericht nun näher ausführt, sollen unter den mindestens sechs entwendeten Dokumenten Aufzeichnungen über EU-Gespräche zur Ukraine und zu Weißrussland sowie ein Protokoll über die Brexit-Verhandlungen der Europäischen Union mit Großbritannien sein. Zu diesem Zeitpunkt sei der Datenabfluss jedoch bereits von den Sicherheitsbehörden entdeckt und beobachtet worden.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll hinter der Attacke eine russische Hackergruppe stecken, die unter dem Namen "Snake" (deutsch: Schlange) agiert. Computerexperten sagen ihr Verbindungen zu russischen Geheimdiensten nach. Die Bundesanwaltschaft leitete Vorermittlungen wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit gegen unbekannt ein. Nach Medienrecherchen war der Angriff offenbar Teil einer weltweiten Hacker-Attacke, von der auch Länder in Skandinavien, Südamerika und ehemalige Sowjetstaaten betroffen sein sollen. (tiw)

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