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Insolvenzantrag des VoIP-Spezialisten Tedas stattgegeben

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Das Marbuger Amtsgericht hat heute dem Insolvenzantrag der Tedas AG stattgegeben. Der deutsche Entwickler von Voice-over-IP- (VoIP) und IP-Fax-Software Tedas musste den Insolvenzantrag vor zwei Wochen einreichen, um einer drohenden Zahlungsunfähigkeit zu entgehen. Als Gründe nannte das Unternehmen in einer Erklärung die schlechte Lage an den Kapitalmärkten, eine schleppende Entwicklung des VoIP-Marktes und die derzeit schlechte Auftragslage im IT-Bereich. Mirko Österhaus, Marketingleiter bei Tedas, gegenüber heise online: "Zum einen mussten wir den für den 21. März 2001 geplanten Börsengang absagen. Zum zweiten war in der letzten Finanzierungsrunde kein Investor bereit, angesichts der schwierigen Marktlage weiter Geld in das Unternehmen zu stecken."

Nach eigenen Angaben beabsichtigt das Unternehmen die Weiterführung der gesamten Gesellschaft, sobald neue Investoren gefunden wurden. Andernfalls sollen Teile oder das ganze Unternehmen verkauft werden. Zurzeit arbeitet die Geschäftsführung mit dem Insolvenzverwalter gemeinsam an einer Lösung. Hartmut Bauer, Vorstand Marketing von Tedas, schaut zuversichtlich in die Zukunft: "Wir führen mit potenziellen Käufern und Investoren Verhandlungen über den Erhalt fast aller sechs Standorte und die Weiterbeschäftigung der 100 Angestellten." (daa)