Instagram erweitert Funktionen gegen Cyber-Mobbing

Instagram will künftig nicht nur Kommentare, sondern auch Posts automatisiert auf mögliches Cyber-Mobbing überprüfen und User vor dem Veröffentlichen warnen.

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(Bild: Sam Wordley/Shutterstock.com)

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Instagram verstärkt seine Maßnahmen gegen Hassrede und Cyber-Mobbing und will Nutzer künftig mit einer Pop-Up-Warnung darauf hinweisen, wenn sie potenziell beleidigende Posts veröffentlichen wollen. Wie das soziale Netzwerk auf seinem Blog mitteilt, sollen künftig auch die Beschreibungstexte von Bildern und Videos mithilfe von künstlicher Intelligenz vor der Veröffentlichung überprüft werden. Hat ein Text Ähnlichkeiten mit bereits gemeldeten Posts, weist eine Warnmeldung die Nutzer künftig darauf hin. Laut Instagram sollen sie den Post anschließend verändern können, es soll aber auch möglich sein, die Warnung zu überspringen.

Seit Juli testet Instagram eine solche Funktion bereits für Kommentare unter fremden Posts. Instagram bezeichnet die Ergebnisse als bisher "vielversprechend", da entsprechende Hinweise Nutzer dazu ermuntern würden, "ihre Worte zu überdenken, wenn sie eine Gelegenheit dazu bekommen." Man werde die Funktion zunächst in einer begrenzten Anzahl von Ländern freischalten und sie schrittweise weltweit verfügbar machen, heißt es in einem Blogpost der Facebook-Tochter.

Die Änderung dehnt den Einsatzbereich von Instagrams KI-Systemen weiter aus, mit denen das Unternehmen bereits seit Längerem versucht, verletzende Inhalte zu erkennen. Im Juli hatte Instagram darüber hinaus als Teil seiner Strategie gegen Online-Mobbing die Möglichkeit eines "Shadowbans" von ungewollten Kommentaren eingeführt. Nutzer können seitdem die Kommentare bestimmter Nutzer unter eigenen Posts einschränken, sodass diese nur noch für die Kommentarschreiber selbst sichtbar sind. Dies soll dabei helfen, sich vor Belästigungen zu schützen, ohne den fraglichen Nutzer explizit auf das Blockieren hinweisen zu müssen. (siko)