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Instagram testet Maßnahmen gegen Cyber-Mobbing

Instagram will seine Nutzer besser vor Cyber-Mobbing und Belästigungen schützen und blendet bestimmte Kommentare aus. Dabei helfen soll Künstliche Intelligenz.

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(Bild: dpa, Silas Stein)

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Instagram testet weitere Maßnahmen gegen Belästigungen, Hassrede und Cyber-Mobbing. Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig Kommentare erkennen, in denen Nutzer sich negativ über andere äußern wollen. Bevor der Beitrag online geht, schreitet die App ein und fragt nach, ob der Nutzer den Text wirklich veröffentlichen möchte.

"Wir wollen Leute dazu bringen, ihre Kommentare zu überdenken", erklärte Instagram. Dazu werden die Kommentare mit gemeldeten Inhalten verglichen. Instagram setzt seine KI-Systeme schon länger ein, um verletzende Inhalte in Kommentaren, Fotos und Videos zu entdecken. Außerdem experimentiert die Plattform mit der Ausweisung von Likes: Bleiben sie verborgen, senkt das vielleicht den "Wettbewerbsdruck", den viele Instagrammer verspüren.

Außerdem können Instagrammer bald die Kommentare von bestimmten anderen Nutzern einschränken und sich so besser vor Belästigungen schützen. Konkret bedeutet dies, dass die Kommentare der Person nur noch für diese selbst zu lesen sind – etwaige Beleidigungen erreichen den Adressaten also nicht mehr.

Instagrammer können Mobber einfach "einschränken". Deren Kommentare bleiben dann unsichtbar – nur der Autor selbst kann sie noch lesen.

(Bild: Instagram)

Dieses Konzept ist als "Shadowban" bekannt. Die "in den Schatten" Verbannten werden isoliert, sodass ihre Beiträge weniger Menschen erreichen. Auf diese Weise eingeschränkte Nutzer sehen bei Instagram auch nicht mehr, wenn der Account-Besitzer online ist oder ob dieser eine Direktnachricht gelesen hat. Instagram will die Funktion zunächst testen und Erfahrungen sammeln.

Mobbing im Netz sei eine komplexe Herausforderung, schreibt Instagram-Chef Adam Mosseri in einem Blog-Eintrag. "Wir wollen im Kampf gegen Online-Mobbing führend sein und überdenken die gesamte Instagram-Erfahrung, um dieser Verpflichtung nachzukommen." Ziel sei es auch, den Nutzern mehr Macht zu geben, damit diese sich selbst gegen Mobbing und Belästigungen zur Wehr setzen können. Instagram soll ein "sicherer Ort" sein, betont Mosseri. Die Nutzer dürften die nun vorgestellten Tools und Maßnahmen als sinnvoll bewerten. (dbe)