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Instagram verbessert 2-Faktor-Authentifizierung und Konto-Verifikation

Facebooks Bilderplattform Instagram führt eine verbesserte 2-Faktor-Authentifizierung ein und vereinfacht den Verifikationsprozess für seine Nutzer.

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Instagram

Das Häkchen bestätigt die Echtheit eines Instagram-Accounts.

(Bild: dpa, Rolf Vennenbernd)

Instagram soll sicherer werden, verspricht Mitgründer und Chief Technology Officer Mike Krieger. Dazu beitragen soll eine 2-Faktor-Authentifizierung (2FA), die mit Authenticator-Anwendungen von Drittanbietern funktioniert. Bislang ist als zweiter Faktor nur die SMS vorgesehen. Angreifer können jedoch die Telefonnummern-Mitnahme missbrauchen, um eine Nummer einer anderen SIM-Karte zuzuordnen. Eine 2FA mit SMS ist deshalb nicht unbedingt sicher.

Die verbesserte 2FA unterstützt etwa die App "Google Authenticator", die einen Code ausspuckt, der zum Login bei Instagram nötig ist. Dieser kann auf anderen Geräten nicht erzeugt werden. Die Funktion soll "in den kommenden Wochen" für alle Instagrammer verfügbar sein. Die Plattform, die zu Facebook gehört, hat weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer.

Vereinfachter Verifikationsprozess

In den "kommenden Wochen" sollen Instagrammer mehr Informationen zu großen Accounts bekommen, damit sie deren Echtheit beurteilen können. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist die ausgeweitete Account-Verifikation. Ein weißes Häkchen auf blauem Grund (auch bekannt als "blauer Haken") bestätigt die Echtheit eines Instagram-Profils – Nutzer können sich also sicher sein, dass der Coca-Cola-Account tatsächlich von PR-Menschen des Brauseherstellers befüllt wird. Bislang war der Verifikationsprozess von Instagram allerdings nicht transparent: Einige Accounts bekamen den Haken, andere eben nicht.

Instagram zeigt bald mehr Infos zu Accounts an: Nutzer sehen etwa alle Werbeanzeigen, die ein Instagrammer geschaltet hat.

(Bild: Instagram)

Ab sofort können Instagrammer die Verifikation immerhin selbst anfordern, in den Optionen soll es dazu den Punkt "Authentifikation beantragen" geben. Die Identität wird mit dem Foto eines Ausweises bestätigt, zudem müssen die Nutzer ihren echten Namen verraten.

Doch nur "namhafte Persönlichkeiten" (= Influencer) und "globale Marken" dürften das Häkchen dann auch bekommen. "Die Verifizierungsanfrage garantiert nicht, dass ein Konto verifiziert wird", schränkt Krieger in Mike einem Blog-Eintrag ein. "Wir wissen, dass wir noch mehr zu tun haben." (dbe)

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