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Instagram will Werbung besser kennzeichnen

Instagram will Werbung künftig deutlicher kennzeichnen. Bezahlte Fotos und Storys sind dann mit einem Hinweis versehen sowie mit einem Link zur Firma, die beworben wird. Das soll für mehr Transparenz sorgen.

Instagram will Werbung besser kennzeichnen

Erfolgreiche Instagrammer verdienen auf der Foto-Plattform gutes Geld. Firmen zahlen etwa dafür, dass ihre Produkte auf den Bildern zu sehen sind. Ein großes Problem dabei ist allerdings Schleichwerbung: Oft ist nicht gut erkennbar, ob Instagrammer ihre neuen Handtaschen wirklich toll finden – oder dafür bezahlt worden sind.

Die US-Marketingagentur Mediakix beispielsweise kam bei einer Auswertung von Promi-Profilen zu dem Ergebnis, dass 93 Prozent der Werbeinhalte nicht korrekt gekennzeichnet waren. Damit verletzen die Posts die Regeln der US-Verbraucherschutzbehörde (Federal Trade Commission, FTC). Sie hatte erst im April dieses Jahres Briefe an diverse "Influencer", Marken und Promis verschickt: Sie mögen doch bitte die gesetzlichen Regeln beachten. Hinweise wie der Hashtag #sp oder #partner seien allein nicht eindeutig genug, um Werbung zu kennzeichnen, schreibt die FTC.

"Paid partnership with ...": Instagram will werbende Fotos und Storys künftig besser kennzeichnen.

(Bild:  Instagram )

Auf die Schleichwerbung reagiert nun auch Instagram selbst: Künftig werden bezahlte Einträge und Storys mit einem Hinweis deutlicher gekennzeichnet. Instagrammer können ein neues Werbe-Tool verwenden, um Inhalte mit dem Hinweis zu versehen. Auf Fotos und Bewegtbildern erscheint dann der Text "Bezahlte Partnerschaft mit ..." gefolgt von der beworbenen Firma.

Diese Kennzeichnung soll die Beziehung zwischen Instagrammern und Unternehmen transparenter machen, verspricht Instagram. Als Anreiz, das Tool zu nutzen, erhalten Instagrammer und Unternehmen Zugriff auf zusätzliche Statistiken. Firmen sehen dann auch, ob sich die Investition ihrerseits gelohnt hat.

Das neue Werbe-Tool stellt Instagram zunächst ausgesuchten Partnern zur Verfügung; in den kommenden Monaten soll es dann für alle freigeschaltet werden. Instagram kündigte außerdem eine offizielle Policy samt Regelwerk für Werbung an. (dbe)

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