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Intel-Chef Barrett: Rezession in Chipbranche beendet

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Nach dem jüngsten Rekordquartal von Intel ist nach Einschätzung von Intel-Chef Craig Barrett die Rezession in der Halbleiterbranche beendet. In der Kommunikationsbranche werde der Aufschwung allerdings deutlich langsamer von statten gehen, sagte Barrett in einem Interview mit der spanischen Zeitung El Pais.

"Die Telekommunikations-Unternehmen befinden sich derzeit in einer Situation wie einst IBM vor rund 20 Jahren." Damals habe der Computerhersteller noch alle Komponenten seiner PCs selbst gefertigt. Heute habe sich in der Computerindustrie längst die Nutzung von Standard-Hardware durchgesetzt. Diese Entwicklung werde es auch in der Telekom-Branche geben. Mit dem zunehmenden Einsatz von standardisierter Hardware werden sich die Telekom-Unternehmen in einem horizontalen Markt ausrichten und auf die Entwicklung von Software spezialisieren können.

Die Mobiltelefonie sei derzeit einer der größten Wachstumsmärkte, sagte Barrett. "Im Bereich der PDAs haben wir bereits sehr gute Ergebnisse erzielt." Mehr als die Hälfte der verkauften Taschencomputer verfügten bereits über Intel-Prozessoren. "Jetzt beginnen wir, im Markt der Mobiltelefone aktiv zu werden, wobei wir erhebliche Summen investieren."

Intel hatte vor kurzem erst seine Prognosen für das laufende Quartal wegen des starken Geschäfts mit Flash-Speicherchips angehoben. Das Unternehmen erwartet statt der ursprünglich genannten 7,6 bis 8,2 Milliarden nun eine Erlösspanne zwischen 8 und 8,2 Milliarden Dollar. (dpa) / (jk)