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Intel-Compiler für komplette Linux-Distribution

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Die chinesischen Linux-Experten von Red Flag haben gemeinsam mit dem Chip-Multi Intel eine kommerzielle Linux-Distribution auf den Markt gebracht, deren sämtliche Binaries mit Hilfe des Intel-C++-Compilers 8.0 übersetzt wurden. Zum Red Flag Server 4.1 liefern die Chinesen eine 60 Tage lang lauffähige Version des Intel-Compilers aus, den man auch für eigene Projekte verwenden kann.

Der Intel-Compiler bringt auf modernen Pentium-4-Rechnern bei typischen Benchmarks einen Performance-Gewinn von fünf bis zehn Prozent gegenüber dem auf Linux-Systemen üblichen GCC. Auf Athlon-Systemen des Konkurrenten AMD vermag er seinem GNU-Pendant -- kaum verwunderlich -- nur schwerlich den Rang abzulaufen (siehe dazu c't 3/04, S. 160). Da sich Red Flag noch über einen Preis ihrer Intel-optimierten Linux-Distribution ausschweigt, ist es fraglich, ob sich der Geschwindigkeitsvorteil auszahlt -- zumal man für die kommerzielle Version des Linux-Compilers einige hundert Euro extra hinblättern muss, wenn man ihn über die 60-Tage-Frist hinaus verwenden will. (ola)

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