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Intel Core i-8000: Die achte Core-Generation startet in Notebooks

Erste Notebooks mit Core-i-Prozessoren der achten Generation sollen bereits ab September erhältlich sein; zuerst starten nur vier CPUs, aber mit deutlich mehr Rechenleistung.

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Intel Core i-8000U Kaby Lake Refresh

Intel Core i-8000U "Kaby Lake Refresh": 4 Kerne, 15 Watt

(Bild: Intel)

Die achte Generation der Core-i-Prozessoren ist da – für Mobilrechner. Die ersten Core i5-8000U und Core i7-8000U sind vier Quad-Cores für flache Notebooks. Ihre Besonderheit: Sie gehören zur U-Familie mit 15 Watt maximaler Abwärme (TDP) und nicht wie bisherige Notebook-Vierkerne zur H-Familie mit 45 Watt. Bislang fand man in der sparsamen U-Familie, die in den meisten Notebooks steckt, ausschließlich Doppelkerne.

PC-Hersteller können jetzt kompakte, flache Notebooks mit mehr Prozessorleistung bauen. Intel verspricht bis zu 40 Prozent mehr Rechenleistung gegenüber der bisherigen siebten Core-i-Generation, ohne dass die Akkulaufzeit darunter leiden würde – ob das stimmt, können erst Tests kompletter Geräte klären.

Bereits ab September sollen erste Mobilrechner mit Core i-8000U in den Läden stehen. Die Vorstellung dieser Notebooks dürfte also sehr bald erfolgen – etwa auf der IFA Anfang September oder sogar schon auf der Gamescom.

Core i-8000U (Quad-Core, 15 W TDP, Kaby Lake Refresh, 14nm+)
CPU-Typ Kerne/Threads Takt
nominell
/Turbo
L3-Cache
Core i7-8650U 4/8 1,9/4,2 GHz 8 MByte
Core i7-8550U 4/8 1,8/4,0 GHz 8 MByte
Core i5-8350U 4/8 1,7/3,6 GHz 6 MByte
Core i5-8250U 4/8 1,6/3,4 GHz 6 MByte

Die heutige Ankündigung der 15-Watt-Vierkerner am Tag der Sonnenfinsternis in den USA hatte Intel kürzlich vorangekündigt; zuvor hatte Intel auch schon angedeutet, diese Typen zu bringen.

Die-Shot eines Intel Core i-8000

(Bild: Intel)

Außer zwei zusätzlicher CPU-Kerne bringen die U-Typen der achten Generation nur wenige Neuerungen mit. Alle haben Kaby-Lake-Kerne, die bislang schon als siebte Core-i-Generation verkauft werden und die Intel weiterhin im Fertigungsverfahren 14nm+ baut. Intel spricht deshalb von "Kaby Lake Refresh".

Selbst an den integrierten Grafikprozessoren wurde nichts verändert, obwohl diese GPUs nun Intel UHD Graphics 620 heißen und nicht mehr Intel HD Graphics. Intel verspricht jedoch, dass diese GPU ausreichend Leistung bringt für einfache "Merged Reality"-Anwendungen, die Windows 10 mit dem Fall Creators Update ermöglichen wird. Für "Ultimate Experience" mit Merged Reality braucht man aber einen zusätzlichen Grafikchip.

In anderen TDP-Klassen, die gestaffelt bis Jahresanfang 2018 zur achten Core-i-Generation hinzustoßen sollen, wird Intel andere CPU-Architekturen verwenden. Die Y-Familie der achten Core-i-Generation für besonders dünne Notebooks und lüfterlose Windows-Tablets wird Cannon Lake mit 10 nm Strukturbreite nutzen.

Leistungsstarke Core-i-Prozessoren der Familien H (Notebooks) und S (Desktop-PCs) bekommen hingegen in der achten Generation Coffee-Lake-Kerne aus dem Fertigungsverfahren 14nm++. Auch dort werden zwei Kerne hinzukommen: Größere (Gaming-)Notebooks haben in absehbarer Zeit also Sechskernprozessoren. Als Vorstellungstermin nannte Intel "diesen Herbst"; Rückfragen zu weiteren Details wollte Intel nicht beantworten.

Mittelfristig steht Mitte 2018 dann schon die nächste Architektur an, nämlich Ice Lake in 10nm+. Und zwischendrin will Intel die Billig-Celerons mit "Gemini Lake" überholen. (mue)

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