MWC

Intel, MediaTek, Gigaset: Weitere MWC-Absagen wegen Coronavirus

Die Teilnehmerliste des MWC 2020 wird immer dünner – inzwischen meiden auch chinesische Unternehmen die Mobilfunk-Messe.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 7 Beiträge

Beim MWC (hier: 2011) kann es schon mal eng zugehen.

(Bild: Achim Barczok / c't)

Von

Weitere Branchen-Schwergewichte haben die Teilnahme am MWC Barcelona 2020 abgesagt, darunter die Chiphersteller Intel und MediaTek sowie der große japanische Netzbetreiber NTT Docomo. "Sicherheit und Gesundheit aller unserer Mitarbeiter und Partner haben für uns höchste Priorität", teilte Intel mit. "Aus größtmöglicher Vorsicht haben wir uns vom diesjährigen Mobile Word Congress zurückgezogen."

Auch Gigaset bleibt zuhause. Wie andere Unternehmen verweist der deutsche Hersteller auf die Verbreitung des neuen Coronavirus, aufgrund dessen die Sicherheit der jeweiligen Mitarbeiter nicht mehr garantiert werden könne. "Die Geschäftsleitung hat sich aufgrund der aktuell unklaren Situation zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter gegen eine Teilnahme am MWC 2020 ausgesprochen", sagte ein Sprecher.

Intel kündigte ursprünglich Veranstaltungen zum Thema 5G-Mobilfunk an und plante auch ein großes Presse-Event, das ebenfalls gestrichen wurde. Intel hat zwar seine Modemsparte an Apple abgetreten und daraufhin die zwei deutschen Standorte in Duisburg und Nürnberg geschlossen, baut aber noch Prozessoren für 5G-Basisstationen. Das System-on-Chip (SoC) mit Codenamen Snow Ridge vereint Atom-CPU-Kerne mit Intels 10-Nanometer-Technik und soll noch 2020 vom Band rollen.

MediaTeks Mobilprozessoren kommen insbesondere in Smartphones von chinesischen Herstellern zum Einsatz. Mit Ulefone, Umidigi und Vivo haben inzwischen auch kleinere Smartphone-Hersteller aus Fernost die Teilnahme am MWC 2020 abgesagt. Amdocs, Commscope, Panorama Software und VIAVI Solutions, alles Unternehmen für Mobilfunkinfrastruktur und -Software, halten sich ebenfalls von der Technikmesse fern. Zuvor haben unter anderem schon Amazon, Ericsson, Nvidia und Sony die Teilnahme abgesagt. (mma)