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Intel: Nummer 705 lebt

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Eigentlich wollte Intel die dreistelligen Produktnummern nur für neue Prozessoren wie den Pentium M mit Dothan-Kern oder den Celeron D mit Prescott-Kern verwenden, doch nun bekommt offensichtlich auch ein älterer Prozessor noch einen neuen Namen: In einigen Produktbeschreibungen für Notebooks von Dell und HP taucht ein Pentium M 705 auf. Er läuft mit 1,5 GHz und hat 1 MByte L2-Cache -- also ein Banias-Kern. Als solcher steht er immer noch für 209 US-Dollar in Intels offizieller Preisliste. Der Pentium M 705 taucht weder dort noch in Pressemeldungen von Intel auf. Er werde speziell für einige Notebook-Hersteller ausgeliefert, zitiert der US-Nachrichtendienst CNet einen Intel-Mitarbeiter.

Offensichtlich haben Dell und HP gut verhandelt, denn beispielsweise kostet in den USA das Dell Inspiron 8600 mit dem Pentium M 705 50 US-Dollar weniger als mit dem 725 (1,6 GHz), während laut Intel-Preisliste nur 32 US-Dollar zwischen den CPUs liegen. Im deutschen Angebot von Dell findet sich dieser Prozessor noch unter seinem alten Namen, die Preisdifferenz zum 725 beträgt beispielsweise beim Latitude D600 100 Euro ohne Mehrwertsteuer. Billiger geht's hierzulande höchstens mit dem Celeron M, einem Banias-Kern ohne Stromsparfunktionen und mit abgespecktem L2-Cache.

Wer nicht die Performance der Dothan-Kerne mit bis zu 2 GHz Takt benötigt, fährt mit dem Banias-Kern gut, egal, ob er nun Pentium M mit 1,5 GHz oder Pentium M 705 heißt. Für die meisten Büro- und Multimedia-Aufgaben reicht er dicke, lediglich sehr anspruchsvolle Rechenaufgaben erfordern schnellere Prozessoren. (jow)

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