Intel-Prozessoren per Software "aufrüsten"

Bestimmte Notebooks und Desktop-PCs mit den Dual-Core-CPUs Core i3-2312M, Core i3-2102, Pentium G622 oder Pentium G6951 lassen sich nachträglich gegen Gebühr beschleunigen.

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Von
  • Christof Windeck

Intel blockiert bei den jüngsten Prozessor-Chipsatz-Kombinationen eine Reihe von Übertaktungsfunktionen. Einige CPU-Varianten lassen sich aber demnächst gegen Aufpreis nachträglich leicht beschleunigen.

Der Intel Upgrade Service (IUS) funktioniert allerdings nur bei bestimmten Notebooks und Desktop-PCs mit dem Betriebssystem Windows 7. Sie müssen einen der Dual-Core-Prozessoren Core i3-2312M, Core i3-2102, Pentium G622 oder Pentium G6951 besitzen. Diese CPUs tauchen in der öffentlichen Intel-Preisliste nicht auf, allerdings (bis auf den Pentium G6951) in der Produktdatenbank auf ark.intel.com. Nach dem Upgrade laufen die genannten Chips mit höheren Maximalfrequenzen, beim Core i3-2312M wächst auch der Cache. Mit der Aufrüstung ändern sich auch die CPU-Namen: Der Core i3-2312M wird zum i3-2393M, der Core i3-2102 zum i3-2153 und der Pentium G622 zum G693. Intel verspricht Leistungszuwächse zwischen 10 und 23 Prozent.

Preise für die Upgrade-Rubbelkärtchen, die jeweils einen Code enthalten, nennt Intel nicht; bei dem bereits im vergangenen Jahr gestarteten Testlauf mit dem Pentium G6951 war von 50 US-Dollar die Rede. Zurzeit beträgt der Unterschied der Straßenpreise von Pentium G620 (2,6 GHz) und Pentium G850 (2,9 GHz) aber beispielsweise bloß rund 18 Euro.

Intel hatte den Upgrade Service in den USA und Kanada im letzten Jahr versuchsweise gestartet. Laut einer FAQ-Liste scheint das Upgrade auch an das jeweilige Mainboard gebunden zu sein – man kann also hochgestufte Prozessoren nicht später einfach in anderen Systemen einsetzen, zumindest nicht mit voller Leistung.

Per Software nachrüstbare Funktionserweiterungen sind bei vielen anderen Produkten längst üblich, etwa bei Kraftfahrzeugen. Bei bestimmten IBM-Servern kann man nachträglich CPU-Kerne freischalten lassen. (ciw)