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Intel-SSDs mit SATA 6G in naher Zukunft

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Die lange erwartete Markteinführung der nächsten Generation von Intel-SSDs scheint kurz bevorzustehen. So taucht auf der Intel-Homepage mittlerweile ein Hinweis auf neue 2,5-Zoll-Modelle der Baureihe SSD 510 alias Elmcrest auf, die passend zu Intels neuer Sandy-Bridge-Plattform Daten über eine 6-GBit/s-Serial-ATA-Schnittstelle (SATA 6G) an den Rechner schicken sollen. Bei der Namensgebung folgt Intel offenbar dem neuen Schema, das mit den Ende vergangenen Jahres angekündigten mSATA-SSDs (SSD 310) eingeführt wurde.

Spezifikationen zur 510er-Baureihe veröffentlicht Intel noch nicht, Fudzilla will aber schon Genaueres erfahren haben. Demnach plant Intel offenbar zwei Versionen mit 120 und 250 GByte, die Daten wie schon die Vorgänger weiterhin in NAND-Flash-Chips aus der 34-Nanometer-Fertigung speichern. Sie könnten bereits im Februar zu Preisen von 279 US-Dollar (120 GByte) respektive 579 US-Dollar (250 GByte) in den Handel kommen und sollen beim sequenziellen Lesen bis zu 450 MByte/s und beim Schreiben 300 MByte/s erreichen.

Bei verteilten Zugriffen auf 4K-Blöcke sollen die SSDs auf über 20.000 IOPS beim Lesen und 4.000 IOPS beim Schreiben kommen. Damit wären sie deutlich langsamer als die Anfang des Monats angekündigten SATA-6G-SSDs von OCZ, aber schneller als Microns neues Spitzenmodell namens C400. Diese Hersteller wollen bereits auf Speicherchips aus der 25-Nanometer-Fertigung zurückgreifen und ihre SSDs mit bis zu 512 GByte anbieten.

Über die Leistungsfähigkeit und Speicherkapazität der neuen Intel-SSDs wurde in den vergangenen Monaten viel spekuliert. Im Gespräch war lange Zeit nur eine leicht überarbeitete Version der Postville-SSDs ("Postville Refresh, X25-M G3") mit bis zu 600 GByte, ebenfalls 25-Nanometer-Flash und nur einer 3 GBit/s schnellen SATA-Schnittstelle. Ob diese Pläne noch aktuell sind, ist unklar. Bisher neu ist nur eine 120-GByte-"Zwischengröße" der X25-M, bei der man pro Gigabyte etwas weniger zahlt als bei den 80- und 160-GByte-Varianten. (boi)