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CES

Intel: Schnellere Tablet-Atoms, billigere Smartphone-Atoms, sparsamere Core-i-CPUs

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In den 22-nm-Atoms stecken Silvermont-Kerne.

(Bild: Intel)

Anders als bisher spekuliert wurde, sollen die ersten Atom-Prozessoren aus der 22-Nanometer-Fertigung nun doch noch 2013 starten: Zur "Holiday Season" soll es die ersten Windows-8-Tablets mit den neuen Valleyview-SoCs, also der "Bay Trail"-Plattform, zu kaufen geben. Für die Valleyview-Atoms verspricht Intel deutlich höhere CPU- und GPU-Performance als beim aktuellen Atom Z2760 (Cloverview/Clover Trail), der mit seinen zwei 32-nm-Kernen und PowerVR-SGX-GPU mit 1,7 Watt TDP auskommt. Der Atom Z2760 steckt in Windows-8-Tablets, welche unter anderem die Funktion Connected Standby unterstützen; diese Tablets konkurrieren mit Windows-RT-Tablets mit ARM-SoCs.

Auch die Atoms für Smartphones konkurrieren mit Kombichips, in denen fast immer ARM-Technik steckt. Der Atom Z2460 kommt etwa im Motorola Razr i zum Einsatz sowie in wenigen anderen, eher teuren Android-Geräten mit 4-Zoll-Displays. Auf der CES-Pressekonferenz kündigte Intel nun den billigeren Atom Z2420 mit 1,2 GHz konkret an. Passend dazu offeriert Intel – vermutlich auch zu Paketpreisen – den UMTS-Modemchip XMM 6265, der auch Dual-SIM-Konfigurationen unterstützt.

Außerdem kommt auch eine leistungsstärkere Version als der Single-Core Atom Z2460, nämlich der Z2580 alias Clover Trail+. Er dürfte es von der Performance her mit einigen Quad-Cortex-A9-Chips aufnehmen können, war aber schon im Februar 2012 angekündigt worden. Möglicherweise wird Intel in sieben Wochen auf dem Mobile World Congress (MWC) mehr Smartphone-Partner benennen.

Im IdeaPad Yoga 11S setzt Lenovo einen besonders sparsamen Core i ein.

(Bild: Nico Jurran)

Zumindest ein konkretes Produkt konnte Intel mit den neuen "Y"-Versionen der Core-i-Prozessoren zeigen, die dank einstellbarer TDP unter Last mit 7 Watt auskommen können. Bisherige Ultrabook-CPUs sind mit 17 Watt TDP spezifiziert. Schon vor einigen Wochen hatte es Spekulationen um Pentium 2129Y (1,1 GHz), Core i3-3229Y (1,4 GHz) sowie die 1,5-GHz-Typen Core i3-3339Y, Core i5-3439Y und Core i7-3689Y gegeben. Einen davon setzt Lenovo in der x86-Version des IdeaPad Yoga 11S ein, das als IdeaPad Yoga 11 (ohne S) mit Windows RT und ARM-SoC arbeitet.

Schließlich will Intel auch bei der Unterhaltungselektronik Fortschritte machen und kooperiert mit dem US-amerikanischen Kabel-TV-Anbieter und Internetprovider Comcast: Das von Arris entwickelte "XG5 Multi-Screen Video Gateway" mit Intel-Chip soll es ermöglichen, mehrere Video-Streams in einem Haushalt auf mehreren Displays gleichzeitig zu nutzen. Arris hatte kürzlich die Settopbox-Sparte von Motorola gekauft, nachdem Motorola selbst von Google übernommen worden war. Im XG5 steckt ein Kabelmodem aus der Intel-Baureihe Puma 6MG mit Atom-Rechenkern. 2010 hatte Intel die Kabelmodemsparte von Texas Instruments übernommen, bis zur Baureihe TNETC4600 kamen MIPS-Cores zum Einsatz. (ciw)