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Intel-Verkauf von über 8.000 Mobilfunkpatenten: Exklusive Gespräche statt Auktion

Intel soll die Verkaufsauktion seiner Mobilfunkpatente pausiert haben, um exklusive Gespräche zu führen. Apple als Interessent steht weiterhin hoch im Kurs.

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Ein Intel-5G-Modem, das es nie geben wird.

(Bild: Intel)

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Ein einzelnes Unternehmen oder ein Konsortium mehrerer Hersteller könnte sich in naher Zukunft die Rechte an zahlreichen Mobilfunkpatenten von Intel sichern. Die ursprünglich geplante Auktion habe Intel einem Bericht des britischen Fachmagazins IAM zufolge unterbrochen, um exklusive Gespräche hinter verschlossenen Türen zu führen. Eine entsprechende Mitteilung sollen die Mitbieter per Mail erhalten haben.

Apple wird als potenzieller Interessent der über 8.000 Mobilfunkpatente gehandelt. IAM nennt das Unternehmen erneut. Intel führt eines der weltweit größten Portfolios, wenn es um Mobilfunkpatente geht. Nachdem Intel die Entwicklung hauseigener 5G-Modems eingestellt hat, befindet sich Apple in einer Abhängigkeit von Qualcomm. Mit dem Kauf von 5G-Patenten (und auch 4G sowie 3G) ließen sich nicht nur eigene Modems entwickeln, sondern auch langwierige Lizenzkosten sparen.

Intels Verkauf der Patente geschieht unabhängig von der Abspaltung der Mobilfunksparte, die zurzeit ein jährliches Minusgeschäft von rund einer Milliarde US-Dollar darstellen soll. Auch dort sickerten Informationen durch, Apple könnte an einer Übernahme interessiert sein. Im Juni ging es konkret um die deutsche Entwicklungsabteilung, die früher zu Infineon gehörte.

Auch Gespräche zwischen Intel und einem Konsortium sind vorstellbar. Für andere Anbieter von 5G-Modemchips, darunter HiSilicon (Huawei), Mediatek und Qualcomm, wäre ein Kauf der Patente allein schon deshalb interessant, um den Aufstieg eines weiteren Anbieters zu verhindern. Ein direkter Verkauf abseits einer Auktion würde den kompletten Prozess beschleunigen. (mma)