Intel-Xe-Grafikkarten: Angeblich mit bis zu 500 Watt Leistungsaufnahme

Angeblich setzt Intel schon bei der ersten Xe-Generation auf einen Chiplet-Aufbau, bei dem der stärkste Ableger bis zu 500 Watt aufnehmen soll.

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(Bild: Florian Müssig / c't)

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Die von Intel im Januar 2020 präsentierte Grafikkarte DG1 stellt offenbar nur den Einstieg in die erste Grafikkarten-Generation mit Xe-Architektur dar. Aus einer aufgetauchten, angeblich internen Intel-Präsentationsfolie geht nun hervor, dass Intel unter dem Codenamen Arctic Sound drei verschiedene GPU-Konfigurationen plant. Server-Modelle würden demnach mit bis zu vier Grafikchips und einer Thermal Design Power (TDP) von bis zu 500 Watt erscheinen.

Auf der angekündigten DG1-Grafikkarte sitzt eine einzelne Xe-GPU der ersten Generation, die Intel mit 10-Nanometer-Strukturen fertigt. Finale Grafikkarten sollen eine TDP von 75 bis 150 Watt aufweisen, wie eine Folie von Digital Trends zeigt. Zwei GPUs im Verbund auf einer Platine kämen auf 300 Watt und vier auf 400 beziehungsweise 500 Watt. Die hohe Leistungsaufnahme ab 400 Watt soll über 48-Volt-Leitungen laufen, wie sie bei Servern gerade im Kommen sind. Bei Desktop-PCs dürfte sich Intel an AMDs und Nvidias Limit von circa 300 Watt orientieren.

Intel soll unter anderem vier Entwicklerboards ("Software Developtment Vehicles") mit Arctic Sound planen. "Wilson City / Point" und "Sawtooth Pass" sind Server-Mainboards von Intel.

(Bild: Digital Trends )

Die Angabe von einem, zwei und vier sogenannten "Tiles" deckt sich mit früheren Einträgen in Intels Grafiktreiber, laut denen High-Performance-Modelle mit 128, 256 und 512 Execution Units erscheinen sollten. Bleibt Intel beim Aufbau mit acht Shader-Rechenkernen pro Ausführungseinheit, bekäme der schnellste Ausbau 4096 Shader-Rechenkerne spendiert. Flotter HBM2-Stapelspeicher soll die Werke laut Digital Trends schnell genug mit Daten füttern.

Mit solchen Multi-GPU-Beschleunigerkarten würde Intel erste wichtige Erfahrungen für das angekündigte Grafikprojekt Ponte Vecchio sammeln. Dieses gehört zur zweiten Xe-Generation, vereint bis zu 16 GPU-Chiplets mit 7-nm-Technik und unterstützt PCI Express 5.0 (Arctic Sound: PCIe 4.0). Ponte Vecchio soll bereits 2021 im Supercomputer Aurora zum Einsatz kommen.

Intel DG1 (7 Bilder)

Intel DG1
(Bild: c't / Florian Müssig)

(mma)