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Intel Xeon E-2000 für Server und einfache Workstations

In einem Hinweis für Produktänderungen hat Intel nebenbei 10 neue Xeon-Typen der Coffee-Lake-Generation für Single-Socket-Server und Workstations mit dem Chipsatz C246 enthüllt.

Intel Xeon E3-1265Lv2

Intel Xeon E3-1265Lv2: Vorgänger des kommenden Xeon E-2000

In den nächsten Wochen, womöglich zur Computex, dürfte Intel neue Xeon-Prozessoren der Generation Coffe Lake für Server und Workstations mit einer einzigen Prozessorfassung vorstellen. Viele Details der neuen Plattform, die eng mit den LGA1151v2-Systemen mit Core i-8000 verwandt ist, sind schon bekannt. Nun hat Intel wohl versehentlich in einer Product Change Notification (PCN) die Produktnamen von zehn neuen Xeons der Familie Xeon E-2000 verraten.

Dabei fällt auf, dass sich nicht nur das Namensschema von Xeon E3-1200vX zu E-2000 verändert hat. Die Typen mit integrierter GPU sind nun nicht mehr an der Ziffer "5" in der Bezeichnung zu erkennen, sondern am Buchstaben G. Außerdem liefert Intel nun sieben von zehn Xeon-E-2000-Varianten mit aktivem Grafikprozessor (Integrated Graphics Processor, IGP).

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Die Typenliste verrät nichts über die Anzahl der Kerne, Taktfrequenzen, Preise und nominelle Leistungsaufnahme (TDP). In den vergangenen Xeon-E3-Generationen gab es aber jeweils Typen, die den verwandten Core-i5- und Core-i7-Modellen glichen. Sparsamere Varianten mit 35 statt 65 Watt TDP sind ebenfalls nicht erwähnt.

Intel Xeon E-2000 für Server und Workstations (Coffee Lake-S, LGA1151v2)
Prozessor S-Spec Product Code
Xeon E-2186G SR3WR CM8068403379918
Xeon E-2176G SR3WS CM8068403380018
Xeon E-2174G SR3WN CM8068403654221
Xeon E-2146G SR3WT CM8068403380116
Xeon E-2144G SR3WM CM8068403654220
Xeon E-2136 SR3WW CM8068403654318
Xeon E-2134 SR3WP CM8068403654319
Xeon E-2126G SR3WU CM8068403380219
Xeon E-2124G SR3WL CM8068403654114
Xeon E-2124 SR3WQ CM8068403654414

Größter Vorteil im Vergleich zur bisherigen Kaby-Lake-Generation Xeon E3-1200v6 dürften die zwei zusätzlichen Kerne sein: Bei Kaby Lake waren es maximal vier, bei Coffee Lake sind es bis zu sechs. Der maximale Hauptspeicher dürfte hingegen gleich groß bleiben: Auch die Core-i8000-Prozessoren steuern höchstens vier DDR4-UDIMMs mit jeweils maximal 16 GByte an, also insgesamt 64 GByte.

Auf Mainboards mit dem kommenden Chipsatz C246 dürften die Xeons aber im Unterschied zu den Core-i5/i7-Typen wiederum auch Speichermodule mit Zusatzchips für Error Correction Code (ECC) nutzen, der vor den häufigsten Speicherfehlern schützt. ECC-RAM gibt Intel typischerweise auch für Core i3, Pentium Gold und Celeron frei, damit Server-Hersteller billigere Kampfpreis-Angebote stricken können. Voraussetzung sind aber C200-Boards – bei den Desktop-PC-Chipsätzen blockiert Intel die ECC-Funktion.

Erste C246-Mainboards wurden schon angekündigt; manche Hersteller bauen fast identische Boards in Varianten mit Q370 für Bürocomputer mit Fernwartung sowie mit C246 für ECC-RAM und ebenfalls mit Fernwartung (Active Management Technology, AMT) für Single-Socket-Workstations.

Auf Serverboards sind hingegen separate Baseboard Management Controller (BMC) mit IPMI, eingebauter 2D-Grafik und eigenem Netzwerkanschluss üblich, beispielsweise mit dem Aspeed AST2500. Hier ist der IGP der Xeons typischerweise nicht nutzbar, Intel hat dafür in der Vergangenheit Chipsatzvarianten wie den C232 ohne Fernwartung in der Management Engine (ME) geliefert. Supermicro plant für den Xeon E-2000 das Mainboard X11SCL-F mit C242 und Aspeed AST2500. (ciw)

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