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Intel Xeon-Prozessoren bald mit programmierbaren FPGAs von eASIC

Intel kooperiert mit der US-Firma eASIC, um künftige Server-Prozessoren mit programmierbarer Hardware zu kombinieren, vor allem für Sicherheits- und Big-Data-Anwendungen in Cloud-Rechenzentren.

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Xeon E5-2600 v3 Haswell-EP

In den vergangenen Jahren hat Intel mehrere Anläufe genommen um Field-Progammable Gate Arrays (FPGAs) enger mit Prozessoren zu koppeln. FPGAs bilden Algorithmen quasi in Hardware ab, um sie effizienter oder schneller zu verarbeiten als beispielsweise x86- oder ARM-Rechenwerke. In eine nicht genannte, zukünftige Generation von Xeon-Prozessoren will Intel nun FPGA-Technik der Firma eASIC integrieren.

Intel betätigt sich bereits als Auftragsfertiger für einige FPGA-Firmen, allerdings nicht für eASIC: Deren Chips Nextreme-2 und Nextreme-3 entstehen in 45- und 28-nm-Technik anscheinend bei anderen Zulieferern.

Auf welche Einsatzgebiete die FPGA-Xeons genau zielen, lässt Intel offen und erwähnt nur Security und Big Data Analytics. Auf der eASIC-Webseite finden sich Verweise auf Zulieferer, die fertige Funktionsblöcke für eASIC-FPGAs unter anderem für Krypto-Algorithmen wie SHA-1 und SHA-256 verkaufen.

Der kürzlich erwartete Kauf des FPGA-Spezialisten Altera durch Intel ist mittlerweile vom Tisch; mancher erwartet, dass Intel eine feindliche Übernahme anstreben könnte.

Dass es eines Tages Xeons der Serie E5-2000 mit FPGAs geben könnte, hatte Intels Server-Chefin Diane M. Bryant schon im Juni 2014 angekündigt. Vor einigen Jahren hatte Intel unter dem Namen Stellarton Atoms mit FPGA ausgeliefert, anscheinend mit geringem Erfolg. Bereits 2007 ließen sich Xilinx-FPGAs auf Sockel-604-Boards per FSB800 mit damaligen Netburst-Xeons kombinieren; eigentlich sollte dann die kohärente PCI-Express-Variante Geneseo zum Einsatz kommen.

Die eASIC-Chips setzen unter anderem Kunden wie Seagate oder Violin Memory ein, letztere als Controller für Flash-Speicher. eASIC ist kürzlich auch dem Industriegremium für die Speichertechnik Hybrid Memory Cube (HMC) beigetreten, die Intel wohl beim kommenden Rechenbeschleuniger Xeon Phi (Knights Landing) nutzen will. (ciw)