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Intel baut neue Chipfabrik in Israel

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Der Chiphersteller Intel einigte sich mit der israelischen Regierung über den Bau einer neuen Chipfabrik in Kiryat Gat, 65 Kilometer südöstlich von Tel Aviv. Laut dem Finanzdienst Bloomberg wird das israelische Finanzministerium die neue Produktionsstätte, deren Baukosten auf 3,5 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, mit 400 Millionen US-Dollar unterstützen. Israels Finanzminister Achat sprach von einer gewaltigen Errungenschaft für den Staat Israel. Seit dem Niedergang der Textilindustrie in den 80er Jahren gilt die Region um Kiryat Gat zu den strukturschwachen Gebieten Israels. Durch den Bau der Fabrik sollen mindestens 3.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Intel ist bereits seit 1974 in Israel mit einer wachsenden Zahl von Produktions- und Forschungseinrichtungen vertreten. Mit der neuen Einrichtung, in der die neuste Generation von 300-mm-Wafern produziert werden soll, erweitert Intel nun sein Engagement. Bereits 1998 wurde, ebenfalls in Kiryat Gat, mit der Fabrikation von Flash-Speicherbausteinen begonnen. Auch dieser Standort wurde zu 38 Prozent vom israelischen Staat mitfinanziert. Für die neue Fabrik wünschte sich Intel ursprünglich eine Beteiligung von 20 Prozent an den Baukosten, konnte aber letztendlich "nur" 12,5 Prozent durchsetzen.

Angesichts des stärker werdenden globalen Wettbewerbs zwischen einzelnen Standorten kommt dem Umfang direkter oder indirekter finanzieller Anreize für die Hersteller eine immer stärkere Bedeutung zu. Alexander Kornhauser, Geschäftsführer der Israel-Sparte Intels, warnte während der Verhandlungen, dass es bei der momentanen Situation auch finanziell attraktivere Standorte für Intel geben könnte. (sha)