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Intel beschleunigt Notebooks auf 1,8 GHz

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Intel beschleunigt die Notebook-Variante des Pentium-4-Prozessors um 5,9 Prozent auf 1,8 GHz und rundet die Modellpalette nach unten mit einer 1,5- und einer 1,4-GHz-Version ab. Der Mobile Pentium 4 Processor-M nutzt weiterhin den in einem 0,13-Micron-Prozess gefertigten Northwood-Kern mit 512 KByte L2-Cache. Die Mobile-Version des Pentium 4 hatte Intel im März mit 1,6 und 1,7 GHz Takt vorgestellt. Zusätzlich zur Desktop-Version unterstützt sie die Stromspar-Technik SpeedStep, mit der ein Notebook im Betrieb den Takt und die Kernspannung des Prozessors absenken kann.

Nach Taktzahlen hat Intel den Konkurrenten AMD wieder überholt, der vorige Woche einen Notebook-Prozessor mit 1700 "Quantispeed-Einheiten" und immerhin 1,467 echten Gigahertz Takt vorgestellt hatte, den Mobile Athlon XP 1700+ mit Thoroughbred-Kern. Doch weder die echte Taktrate noch ein Leistungsindex wie AMDs Quantispeed lassen einen unfehlbaren Rückschluss auf die tatsächliche Rechengeschwindigkeit zu. Das Speicher-Interface, der Chipsatz und der Grafikchip haben gerade bei Notebooks einen so großen Einfluss, dass der Prozessor alleine nicht über deren Leistungsfähigkeit entscheidet.

Nach Intels gestrigen Preissenkungen des Mobile Pentium III-M kostet der Mobile Pentium 4 etwa gleich viel wie ein 400 MHz langsamerer Mobile Pentium III. Folgende OEM-Preise bei der Abnahme von 1000 Stück oder mehr gibt Intel an:

Kerntakt Preis [US-Dollar]
Mobile Pentium 4 Processor-M
(Northwood, 512KByte L2, µFCPGA2)
1,8 GHz 637
1,7 GHz 508
1,6 GHz 401
1,5 GHz 268
1,4 GHz 198

Notebooks mit der neuen Version haben alle bekannten Hersteller wie Acer, Compaq, Dell, Fujitsu-Siemens, Hewlett-Packard, IBM, NEC, Sony und Toshiba angekündigt. Obwohl schon auf der CeBIT zahlreiche Notebooks mit dem neuen Prozessor zu sehen waren, ist derzeit in Deutschland kaum ein Gerät mit dem Mobile Pentium 4 lieferbar. Einige Elektronik-Ketten hatten das Sony GRX mit 16-Zoll-Bildschirm im Angebot, doch der Lagerbestand ist restlos ausverkauft. Vereinzelt taucht inzwischen das Toshiba Satellite 5100 auf, auch beginnt Dell mit der Auslieferung des Inspiron 8200 und Latitude C840. In vielen derzeit lieferbaren Pentium-4-Notebooks wie dem Toshiba Satellite 9100 steckt die Desktop-Version des Pentium 4, die sich im IPC Web@Note als wenig mobil erwies.