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Intel bestätigt Echtheit des aufgetauchten HDCP-Hauptschlüssels

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Intel-Sprecher Tom Waldrop hat gegenüber US-Medien bestätigt, dass sich mit dem vor drei Tagen auf der Seite pastebin.com aufgetauchten HDCP Master Key tatsächlich gültige Schlüssel für HDCP-Geräte erzeugen lassen. "Es scheint sich tatsächlich um einen Hauptschlüssel zu handeln", erklärte Waldrop. Interne Tests hätten ergeben, dass sich mit Hilfe der aus 56-bittigen Hexadezimalzahlen bestehenden 40×40-Matrix gültige Private Keys für das zur geschützten Videoübertragung via DisplayPort, DVI und HDMI eingesetzte Authentifizierung- und Verschlüsselungsverfahren erzeugen lassen, mit denen sich der Kopierschutz umgehen ließe.

Damit jemand etwas damit anfangen könnte, müsse er den Schlüssel in Silizium gießen, sprich einen Chip herstellen, erklärte Waldrop weiter. Damit bestätigte Waldrop die bereits von heise online geäußerte Vermutung, dass sich für den HDCP-Hauptschlüssel vor allem Unternehmen interessieren dürften, die sich die HDCP-Lizenzgebühren sparen wollen oder Geräte mit Funktionen planen, die nach den Bestimmungen von HDMI Licensing eigentlich nicht gefertigt werden dürfen. Schwarzkopierer konzentrieren sich bei ihren Angriffen wohl weiterhin auf die Umgehung des Blu-ray-Kopierschutzes. (vza)