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Intel bringt Mobilprozessor mit 2 Gigahertz Takt [Update]

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Der Prozessorhersteller Intel erweitert heute seine Notebook-Palette um acht neue Prozessoren und stellt dabei zwei neue Prozessortypen vor: den Mobile Celeron mit vom Pentium 4 bekannter NetBurst-Architektur und eine spezielle Variante des Pentium 4, genannt Mobile Pentium 4-C. Den Mobile Pentium 4 beschleunigt Intel auf 2 GHz.

Im Mobile Pentium 4 mit 1,9 und 2 GHz steckt wie bisher der Northwood-Kern mit 512 KByte L2-Cache. Im Unterschied zu den Desktop-Versionen unterstützt er außer zusätzlichen Tiefschlafmodi die Stromspartechnik SpeedStep, womit der Prozessor seinen Takt auf 1,2 GHz und seine Kernspannung von 1,3 auf 1,2 Volt absenkt. Die TDP (Thermal Design Power, die maximale Leistungsaufnahme bei üblichen Programmen) liegt bei 32 Watt, 2 Watt mehr als bei der 1,8-GHz-Version.

Beim neuen Pentium 4-C handelt es sich um selektierte Desktop-Prozessoren, die mit einer Kernspannung von 1,3 Volt (die Desktop-Prozessoren laufen sonst mit 1,5 Volt) stabil arbeiten und dann bei Taktraten von 1,4, 1,5 und 1,6 GHz eine TDP von nur 30 Watt (Desktop-CPU: 46,8 Watt bei 1,6 GHz) haben sollen. Im Vergleich zu den Notebook-Versionen des Pentium 4 fehlt allerdings SpeedStep. Der Pentium 4-C zielt auf preisgünstige Notebooks, für die er sich etwas besser als die Desktop-Prozessoren eignet, die bisher in einigen eher missglückten P4-Notebooks stecken. Ihr Preis soll zwischen dem der Desktop- und Mobile-Prozessoren liegen. Ob und zu welchen Preisen die Prozessoren im Einzelhandel auftauchen werden und ob sie in Desktop-Mainboards laufen, ist nicht bekannt. Auch ist unklar, ob es sich beim Pentium 4-C um die SFF-Versionen handelt, die Intel dann wohl doch nur nach Japan ausgeliefert haben soll.

Den Mobile Celeron beschleunigt Intel von 1,2 auf 1,33 GHz. Drin steckt der vom Pentium III stammende Tualatin-Kern mit 256 KByte L2-Cache, der mit 1,45 Volt läuft und auf eine TDP von etwa 25 Watt kommt.

Höher lässt sich der Tualatin-Celeron allerdings wohl nicht mehr takten, denn in den ebenfalls vorgestellten Mobile Celerons mit 1,4 und 1,5 GHz steckt ein auf 256 KByte L2-Cache abgespeckter, vom Pentium 4 stammender Northwood-Kern, der im Unterschied zum Mobile Pentium 4 ohne SpeedStep auskommen muss. Die TDP gibt Intel mit 30 Watt an. In die Desktop-Celerons ab 1,7 GHz baut Intel seit Mai ebenfalls Pentium-4-Technik ein, allerdings den Strom hungrigeren, in einem 0,18-Micron-Prozess gefertigten Willamette-Kern mit 128 KByte L2-Cache.

Notebooks mit den neuen Prozessoren haben viele Hersteller angekündigt. So will Toshiba den Pentium 4-C im Satellite 2400 einsetzen und Dell rüstet den Inspiron 8200, Latitude C840 sowie Precision M50 mit dem Mobile Pentium 4 aus.

Für den Pentium 4-C gibt Intel keine Preise an. Die OEM-Preise in 1000er-Stückzahlen für die anderen Prozessoren lauten: 637 US-Dollar für den Mobile Pentium 4 mit 2 GHz, 401 US-Dollar für den mit 1,9 GHz. Der Mobile Celeron kostet 134 US-Dollar mit 1,33 GHz, 149 mit 1,4 und 170 US-Dollar mit 1,5 GHz. Im Einzelhandel tauchen die Mobilprozessoren allerdings so gut wie nie auf. (jow)