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Intel erfüllt gebremste Erwartungen

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Punktgenau auf das erwartete Ziel: Intel vermeldet für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 6,55 Milliarden US-Dollar. Anfang September, noch vor den Attentaten auf New York und Washington, hatte das Unternehmen einen Quartalsumsatz zwischen 6,2 und 6,8 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Im dritten Quartal 2000 betrug der Umsatz noch 8,73 Milliarden US-Dollar; das ergibt einen Rückgang von 25 Prozent.

Bei den Netto-Einnahmen muss Intel noch größere Einbußen hinnehmen: Machte der weltgrößte Chip-Hersteller im dritten Quartal 2000 noch einen Gewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar oder 36 Cents pro Aktie, sind es diesmal lediglich 106 Millionen US-Dollar beziehungsweise zwei Cents pro Aktie. Eine Ursache des gestutzten Gewinns sind außerordentliche Ausgaben über 609 Millionen US-Dollar. Außerdem wird Intel in den letzten Monaten der Zweikampf mit dem ärgsten Rivalen AMD zugesetzt haben. In dessen Verlauf gab es eine Reihe von Preisnachlässen und diverse Investitionen in neue Chip-Modelle; AMD hatte deshalb bereits eine Umsatzwarnung herausgegeben und erwartet für das laufende Quartal einen Verlust.

Mit seinem berichteten Umsatz liegt Intel trotzdem sogar über den von Analysten Anfang September erwarteten 6,41 Milliarden US-Dollar. Beim Gewinn pro Aktie unter Ausklammerung von Sonderfaktoren und Einmalausgaben (10 Cents) liegt das Unternehmen einen Cent unter den Erwartungen der Analysten. An der New Yorker Börse schloss die Intel-Aktie mit 24,96 US-Dollar um 58 Cents höher; im nachbörslichen Handel, nach Vorstellung der Quartalszahlen, konnte der Kurs noch einmal leicht um 3 Cents zulegen.

Aus dem Unternehmen heißt es, Voraussagen für das laufende Quartal seien unter den gegebenen weltweiten ökonomischen Bedingungen schwer anzustellen. Schon vor dem 11. September habe sich die Computer-Industrie in einer ihrer schwierigsten Phasen befunden. Wie schon Anfang September strebt der Chip-Riese einen Umsatz zwischen 6,2 und 6,8 Milliarden US-Dollar an. Am 6. Dezember sollen die Zahlen aktualisiert werden. (anw)