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Intel eröffnet drittes Labor für Exascale-Supercomputing in Europa

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Intel hat am Dienstag zusammen mit dem belgischen Nanoelektronik-Forschungsinstitut IMEC und fünf belgischen Universitäten das ExaScience Lab Flandern gegründet, das sich als drittes Labor in Europa mit der Entwicklung von Technologie für Exascale-Supercomputer beschäftigt. Erst vorige Woche war zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich und der Firma ParTec das ExaCluster-Laboratorium in Jülich eröffnet worden. Und in Paris arbeitet bereits seit Ende letzten Jahres das Exascale Computing Research Center.

Das neue bei IMEC in Leuven ansässige Labor soll sich insbesondere der Aufgabe widmen, die Energieeffizienz und Ausfallsicherheit von Großrechenanlagen deutlich zu steigern. Es soll Software für künftige Exascale-Systeme entwickeln, die mit bis zu einer Million Prozessorkernen und bis zu einer Milliarde gleichzeitig laufender Threads umgehen kann. Als erster Forschungsschwerpunkt steht die Simulation des "Weltraumwetters" auf dem Programm. Starke elektromagnetische Aktivitäten der Sonne bei größeren Eruptionen können auf der Erde die Netze der Elektrizitätsversorger lahmlegen oder die Qualität drahtloser Verbindungen beeinträchtigen. Um die sehr komplexen Zusammenhänge im Voraus simulieren zu können, ist Rechenleistung im Bereich von Exaflops (Trillionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde) nötig.

Das ExaScience Lab Flandern ist das einundzwanzigste im europäischen Netzwerk der Intel Labs Europe mit insgesamt mehr als 900 Forschern. In Deutschland sind neben dem kürzlich gegründeten Jülicher ExaScale Lab, die Intel Labs Braunschweig, das Intel Debugger Tool Lab in Ulm, das Intel Visual Computing Institute in Saarbrücken und das Intel Open Lab in München aktiv. (as)