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Intel investiert in RISC-V-Pionier

Intels Investment-Sparte Intel Capital beteiligt sich an der jungen Firma SiFive, die die ersten RISC-V-Prozessoren auf den Markt gebracht hat.

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SiFive Freedom Unleashed U540

RISC-V-Prozessoren SiFive Freedom Unleashed U540

(Bild: SiFive)

Intel Capital beteiligt sich mit anderen Geldgebern an einem Risikokapitalpaket in Höhe von 50,6 Millionen US-Dollar für das 2015 gegründete Chip-Startup SiFive. Damit werden die Beziehungen zwischen dem x86-Platzhirsch und der neuen CPU-Mikroarchitektur RISC-V noch enger.

Zu den Gründern und Top-Managern von SiFive gehören unter anderem Krste Asanovic und Andrew Waterman: Asanovic ist Chairman der RISC-V Foundation und leitet als Professor an der Uni Berkeley auch das RISC-V-ISA-Projekt dort. Waterman hat bei Asanovic und dem Prozessor-Altmeister David Patterson über die RISC-V-ISA promoviert und mit Patterson zusammen das RISC-V-Standardwerk "The RISC-V Reader" geschrieben.

David A. Patterson auf dem RISC-V Workshop Barcelona, 2018

Der 70-jährige Patterson ist als Berater bei SiFive an Bord, auch wenn er seit 2016 für Google arbeitet.

SiFive treibt nicht nur die RISC-V-Technik voran, sondern will auch die Entwicklung maßgeschneiderter Prozessoren erleichtern: Die Kosten für einen applikationsspezifischen Prozessor (ASIC) mit Erweiterungen und aktueller Fertigungstechnik sollen auf unter 1 Million US-Dollar sinken. Dabei helfen nicht nur offene Kerne ohne Lizenzgebühren, sondern auch weitere freie IP-Blöcke (Intellectual Property) wie das TileLink-Interface, das Chip-Teile verbindet.

Wichtig sind auch freie Entwicklungswerkzeuge, die auf aktuelle Produktionsverfahren von Chip-Auftragsfertigern wie TSMC und Globalfoundries abgestimmt sind. Das könnte für Intels Foundry-Sparte wichtig sein. Kürzlich hat Sunil Shenoy bei SiFive angeheuert, der einst bei Intel die Prozessorentwicklung leitete. (ciw)

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