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Intel macht Konkurrenten Teile der vorläufigen USB-3.0-Spezifikation zugänglich

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Einigung ist in Sicht im Streit um die USB-3.0-Spezifikationen. Intel hatte auf dem Entwicklerforum IDF vor etwa einem Jahr erste Hinweise auf USB 3.0 gegeben hatte, das unter anderem den SuperSpeed-Datentransfermodus mit brutto 5 GBit/s bringen soll. Der Chip-Weltmarktführer werkelte quasi im stillen Kämmerlein an einer Spezifikation für USB-3.0-taugliche Host Controller, die dereinst in Form von PCIe-(2.0-)Steckkarten oder als integrierter Chipsatz-Bestandteil PCs fit machen sollen für den neuen Standard.

Aber nur Mitglieder der USB 3.0 Promoter Group informierte Intel über den Stand der eigenen Entwicklungen, weshalb sich angeblich AMD und Nvidia, also Intels letzte Chipsatz-Konkurrenten, über Intels Informationspolitik beklagten. Nun hat Intel angekündigt, dass die Version 0.90 für ein Extensible Host Controller Interface (xHCI) gemäß USB 3.0 unter einer kostenlosen Lizenz nicht nur den Mitgliedern der USB 3.0 Promoter Group (wie NXP oder NEC) des USB Implementers Forum, sondern auch anderen "Contributor Companies" zugänglich sei. Die zugehörige Mitteilung enthält auch ein typisches zustimmendes Statement von AMD. Die Firma Nvidia taucht in der Pressemeldung hingegen nicht auf.

Laut Intel erfordert die Übergabe der xHCI-Spezifikation den Abschluss eines Nutzungsvertrags (Adopter's Agrement), der eine RAND-Z-Vereinbarung enthält (Reasonable and Non-Discriminatory, Zero Fee).

Intel kündigt ferner an, dass noch im vierten Quartal dieses Jahres eine Version 0.95 der xHCI-Spezifikation erscheinen soll. Wann USB 3.0 SuperSpeed dann in der Praxis nutzbar sein wird, bliebt fraglich – ob beispielsweise der in etwa einem Jahr erwartete Chipsatz Ibex Peak USB 3.0 unterstützt, ist noch unklar. (ciw)