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Intel nennt weitere Eckdaten der nächsten Itanium-Generation

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Intels nächste Itanium-Generation Poulson soll eine erheblich höhere Energieeffizienz besitzen als sein Vorgänger Tukwila – das ist wohl die wichtigste News, die Intel bereits am Vortag vor der heute in San Francisco beginnenden International Solid-State Circuit Conference (ISSCC) herausbrachte. Vielleicht wollte Intel mit dem Poulson nicht im Reigen der anderen für Session 4 – Enterprise Processors & Components – für heute Nachmittag Ortszeit (etwa ab 22:30 MEZ) vorgesehenen Prozessoren untergehen. Schließlich stehen hier Neuigkeiten zu Intels Westmere-EX, AMDs Bulldozer, IBMs z Enterprise 196 und zum chinesischen Godson 3B auf der Tagesordnung.

Bereits in der Vorankündigung (PDF) zur ISSCC hieß es, dass der Itanium-Prozessor in 32nm CMOS mit neun Kupferlayern implementiert wird, dass er 3,1 Milliarden Transistoren enthält und sein Die 18,2×29,9 mm² groß ist. Der Prozessor hat acht multi-threaded Kerne und einen Ringbus als System-Interface. Der Gesamtcache auf dem Die beträgt 50 MByte (SRAM). High-Speed-Links erlauben eine Prozessor-zu-Prozessor-Bandbreite von bis zu 128 GByte/s und eine Speicherbandbreite bis zu 45 GByte/s.

Dank zahlreicher Design-Verbesserungen soll Poulson weit energieeffizienter sein als Tukwila

(Bild: Intel)

QPI und Speicherinterface (Scalable Memory Interconnect, SMI) sind dabei um 33 Prozent schneller als bislang. Über Architekturinterna hat Intel bislang nur verlauten lassen, dass seine von sechs auf zwölf Befehle pro Takt verbreiterte Architektur neue Daten-, Instruktions- und Gleitkomma-Pipelines enthält und einen neuen Instruktionspuffer. Von einem spekulierten Umstieg auf eine Out-of-Order-Architektur ist nicht die Rede.

Auskunftsfreudiger ist Intel in der Disziplin Performance pro Watt. Hier holt Poulson gegenüber dem Tukwila-Design 70 Prozent Energieeinsparung bei Idle und 60 Prozent Effizienzverbesserung bei Volllast heraus und erleidet 30 Prozent weniger Leckstromverluste. Bei diesen Werten wurde Tukwila sogar auf den gleichen 32-nm-Prozess hochgerechnet – die Verbesserungen liegen also im Design, mit besserem Power Monitoring und DIMM Clock Gating. (as)