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Intel rechnet mit geringerem Wachstum

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Intel bekommt die weltwirtschaftlichen Probleme zu spüren. "Wegen des herausfordernden makroökonomischen Umfelds wird unser Wachstum langsamer sein als wir erwartet hatten", erklärte Konzernchef Paul Otellini am Dienstag. Statt eines Umsatzplus' im Gesamtjahr im hohen einstelligen Prozentbereich traut sich Intel – dessen größte Kunden HP und Dell sind – nun nur noch ein Wachstum von 3 bis 5 Prozent zu.

Im laufenden dritten Quartal werde der Umsatz sich um 14,3 Milliarden US-Dollar bewegen; Analysten waren nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg von 14,6 Milliarden US-Dollar ausgegangen. Mit Intels Vorhersage würden Bedenken genährt, das Unternehmen könne nicht wie erwartet in China expandieren, um die ökonomische Schwäche in Europa und den USA auszugleichen.

Im zweiten Quartal konnte Intel beim Umsatz um 4 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar zulegen (11 Milliarden Euro). Damit blieb das Unternehmen im Rahmen der Erwartungen. Der Nettogewinn sank angesichts hoher Entwicklungskosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Intel hat heftig in neue stromsparende Chips für die boomenden Tablet-Computer und Smartphones investiert.

Den Umsatz seiner Sparte PC Client konnte Intel in den vergangenen drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 8,32 Milliarden auf 8,68 Milliarden US-Dollar steigern. Auch die Data Center Group steigerte sich, nämlich von 2,44 Milliarden auf 2,8 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit "anderen Architekturen" – also Produkten für Smartphones, Tablets und Netbooks sowie embedded Systems – schrumpfte von 1,39 Milliarden auf 1,11 Milliarden US-Dollar. Mit Software und Services einschließlich McAfee und Wind River setzte Intel 586 Millionen US-Dollar um, 75 Millionen mehr als im zweiten Quartal 2011.

Die Anleger scheinen von den eingetrübten Aussichten nicht überrascht worden zu sein. Nachbörslich veränderte sich der Wert der Aktie kaum. Kürzlich hatte bereits der kleinere Rivale AMD von einem eingetrübten Geschäft berichtet. Überdies hatte die Marktforschungsfirma Gartner von stagnierenden Auslieferungen neuer PC berichtet.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Intel
in US-Dollar
Quartal Umsatz Netto-
gewinn/
-verlust
1/00 8,0 Mrd. 2,7 Mrd.
2/00 8,3 Mrd. 3,5 Mrd.
3/00 8,7 Mrd. 2,73 Mrd.
4/00 8,7 Mrd. 2,6 Mrd.
1/01 6,7 Mrd. 1,1 Mrd.
2/01 6,3 Mrd. 0,85 Mrd.
3/01 6,5 Mrd. 0,11 Mrd.
4/01 7,0 Mrd. 0,50 Mrd.
1/02 6,8 Mrd. 0,94 Mrd.
2/02 6,3 Mrd. 0,45 Mrd.
3/02 6,5 Mrd. 0,69 Mrd.
4/02 7,2 Mrd. 1,05 Mrd.
1/03 6,8 Mrd. 0,92 Mrd.
2/03 6,7 Mrd. 0,896 Mrd.
3/03 7,8 Mrd. 1,7 Mrd.
4/03 8,7 Mrd. 2,173 Mrd.
1/04 8,1 Mrd. 1,7 Mrd.
2/04 8,1 Mrd. 1,8 Mrd.
3/04 8,5 Mrd. 1,9 Mrd.
4/04 9,6 Mrd. 2,123 Mrd.
1/05 9,4 Mrd. 2,154 Mrd.
2/05 9,2 Mrd. 2,038 Mrd.
3/05 9,96 Mrd. 1,995 Mrd.
4/05 10,20 Mrd. 2,453 Mrd.
1/06 8,940 Mrd. 1,347 Mrd.
2/06 8,01 Mrd. 0,885 Mrd.
3/06 8,739 Mrd. 1,301 Mrd.
4/06 9,694 Mrd. 1,501 Mrd.
1/07 8,852 Mrd. 1,610 Mrd.
2/07 8,680 Mrd. 1,278 Mrd.
3/07 10,090 Mrd. 1,860 Mrd.
4/07 10,712 Mrd. 2,271 Mrd.
1/08 9,673 Mrd. 1,443 Mrd.
2/08 9,470 Mrd. 1,601 Mrd.
3/08 10,217 Mrd. 2,014 Mrd.
4/08 8,226 Mrd. 0,234 Mrd.
1/09 7,145 Mrd. 0,647 Mrd.
2/09 8,024 Mrd. -0,398 Mrd.
3/09 9,389 Mrd. 1,856 Mrd.
4/09 10,569 Mrd. 2,282 Mrd.
1/10 10,299 Mrd. 2,442 Mrd.
2/10 10,765 Mrd. 2,887 Mrd.
3/10 11,102 Mrd. 2,955 Mrd.
4/10 11,457 Mrd. 3,388 Mrd.
1/11 12,847 Mrd. 3,160 Mrd.
2/11 13,032 Mrd. 2,954 Mrd.
3/11 14,233 Mrd. 3,468 Mrd.
4/11 13,9 Mrd. 3,4 Mrd.
1/12 12,906 Mrd. 2,738 Mrd.
2/12 13,501 Mrd. 2,954 Mrd.

(mit Material von dpa) / (anw)