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Intel ruft 915G/P und 925X-Chips zurück

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Intel muss eine noch unbekannte Zahl von Mainboards mit den am Montag vorgestellten Chipsätzen i915G/P und i925X zurückrufen. Ein Sprecher des Prozessorherstellers versicherte gegenüber US-Medien, es handele sich nur um Chips, die an OEM-Hersteller und Systemintegratoren ausgeliefert wurden; die Produkte hätten die Endkunden noch nicht erreicht.

Die Fehler wurden offenbar bei der Fertigung des I/O-Controllers ICH6 verursacht. Eine Folie, die während der Produktion den Die schützen sollte, wurde danach nicht entfernt und verursacht der Southbridge jetzt elektrische Probleme. Diese führen dazu, dass die betroffenen Pentium-4-Systeme gar nicht erst booten oder abstürzen. Die Southbridge steuert unter anderem WLAN-Module und die neue High-Definition-Audio-Schnittstelle an.

Intel will alle Kosten übernehmen, die den Boardherstellern durch den Rückruf entstehen. Wie hoch der Betrag werden kann, ist bisher ebensowenig bekannt wie die genaue Anzahl der betroffenen Systeme. Da große OEMs wie Dell oder HP schon vorab mit Chips beliefert wurden, dürfte die Stückzahl nicht unerheblich sein. Der Börsenkurs des Chip-Giganten gab jedenfalls am Freitag deutlich nach und es ist noch unklar, wie sich der Vorfall auf die am 13. Juli erwarteten Quartalszahlen auswirken wird. (bbe)