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Intel sieht starke Nachfrage nach allen CPU-Baureihen

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Eine Steigerung des Umsatzes von 8,47 auf 9,96 Milliarden US-Dollar konnte Intel, weltgrößter Chiphersteller, im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs verzeichnen. Zu der Steigerung beigetragen habe eine starke Nachfrage nach allen CPUs der unterschiedlichen Prozessorbaureihen, die man im Angebot habe, hieß es bei Intel; auch mit Chipsätzen, Flash-Speicher und Wireless-Lösungen habe man stark zugelegt. Besonders erfolgreich seien alle Notebook - und Desktop-PC-CPUs gewesen. Intel profitierte insgesamt von den deutlich gestiegenen Stückzahlen verkaufter PCs, über die auch die Marktforscher von Gartner und IDC gerade berichteten.

Mit dem Umsatz konnte Intel auch die Erwartungen der Börse leicht übertreffen -- nicht so aber beim Nettogewinn. Dieser stieg zwar im Jahresvergleich von 1,91 auf 1,99 Milliarden US-Dollar (32 Cents pro Aktie), lag damit aber 1 Cent pro Aktie unter den Prognosen der Börsianer. Allerdings sind in den Ergebnissen Belastungen in Höhe von 140 Millionen US-Dollar enthalten -- in dieser Höhe wirkte sich eine Einigung in einem Patentstreit mit der Firma MicroUnity aus, der seit Anfang 2004 vor Gericht anhängig war. Insgesamt lässt sich Intel die Einigung 300 Millionen US-Dollar kosten.

Nicht ganz so hohe Gewinne bei Intel wie erwartet führen Beobachter auf Schwierigkeiten zurück, die Nachfrage nach Prozessoren und Chipsätzen auch zu befriedigen. Dementsprechend will Intel auch einiges in die Ausweitung der Produktionskapazitäten investieren. Zusätzlich knabbert aber auch AMD inzwischen sehr erfolgreich in einigen Bereichen an Intels Marktanteilen -- und konnte Intel etwa bei den Dual-Core-CPUs zuvorkommen. Der Gewinn des Erzkonkurrenten, der gerade eine neue CPU-Fabrik in Dresden eröffnete, kletterte denn auch im dritten Quartal um 73 Prozent.

Intel meint aber nicht nur, wegen ausgeweiteter Produktionskapazitäten ein stabiles weiteres Wachstum hinlegen zu können: Der 65-Nanometer-Produktionsprozess, eine breite Palette neuer Dual-Core-Prozessoren und die "einzigartige Fähigkeit", komplette Plattformlösungen für PCs und Server bieten zu können, positioniere Intel für anhaltendes Wachstum, meinte Paul Otellini, Intels Präsident und CEO. Dazu sollen in der nahen Zukunft etwa auch die neue Lösungen für das "Digital Home" sorgen, die unter dem Label Viiv vorgestellt wurden. Auch von neuen Vereinbarungen, etwa mit dem Blackberry-Hersteller RIM, zur Lieferung von Mobil- und Handheld-CPUs sowie von neuen Angeboten im Server-Bereich verspricht sich Intel viel. Für das nächste Quartal soll der Umsatz nun erst einmal bei 10,2 bis 10,8 Milliarden US-Dollar liegen, für Forschung und Entwicklung will der Konzern im vierten Quartal 3 Milliarden US-Dollar nach 2,8 Milliarden im dritten Quartal ausgeben.

So recht zufrieden waren die Investoren mit den aktuellen Geschäftszahlen von Intel aber nicht: Nachdem im normalen Handel der Kurs der Intel-Aktie um 1,11 Prozent gestiegen war, sackte er zu Beginn des nachbörslichen Handels nach Präsentation der Bilanz erst einmal um über 3 Prozent ab.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Intel in US-Dollar

Quartal Umsatz Netto-
gewinn
1/00 8,0 Mrd. 2,7 Mrd.
2/00 8,3 Mrd. 3,5 Mrd.
3/00 8,7 Mrd. 2,73 Mrd.
4/00 8,7 Mrd. 2,6 Mrd.
1/01 6,7 Mrd. 1,1 Mrd.
2/01 6,3 Mrd. 0,85 Mrd.
3/01 6,5 Mrd. 0,11 Mrd.
4/01 7,0 Mrd. 0,50 Mrd.
1/02 6,8 Mrd. 0,94 Mrd.
2/02 6,3 Mrd. 0,45 Mrd.
3/02 6,5 Mrd. 0,69 Mrd.
4/02 7,2 Mrd. 1,05 Mrd.
1/03 6,8 Mrd. 0,92 Mrd.
2/03 6,7 Mrd. 0,896 Mrd.
3/03 7,8 Mrd. 1,7 Mrd.
4/03 8,7 Mrd. 2,173 Mrd.
1/04 8,1 Mrd. 1,7 Mrd.
2/04 8,1 Mrd. 1,8 Mrd.
3/04 8,5 Mrd. 1,9 Mrd.
4/04 9,6 Mrd. 2,123 Mrd.
1/05 9,4 Mrd. 2,154 Mrd.
2/05 9,2 Mrd. 2,038 Mrd.
3/05 9,96 Mrd. 1,995 Mrd.
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