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Intel stellt Celeron mit 2,8 GHz vor

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Genau sechs Wochen nach dem 2,7-GHz-Typ bringt Intel den Celeron 2,8 GHz auf den Markt. Als 1000-Stück-OEM-Einkaufspreis gibt das Unternehmen 117 US-Dollar an, also 14 US-Dollar oder 13,6 Prozent mehr als für den Prozessor mit 3,6 Prozent niedrigerer Taktfrequenz.

Der Intel Celeron kommt vor allem in den preiswertesten Ausführungen der Bürocomputer von großen Markenfirmen wie Dell, Fujitsu-Siemens, Hewlett-Packard und IBM zum Einsatz. Sein Haupt-Daseinszweck ist es, möglichst billige Intel-Systeme bauen zu können, um AMD und anderen Konkurrenten den Einstieg in den wichtigen Markt der Office-Computer so schwer wie möglich zu machen.

Celerons rechnen wegen des stark beschnittenen L2-Caches (128 statt 512 KByte) und der langsameren Anbindung an den Chipsatz (FSB400 mit maximal 3,2 GByte/s statt FSB800) sehr viel langsamer als ein deutlich teurerer Pentium 4 gleicher Taktfrequenz. Außerdem beherrschen die Celerons Hyper-Threading nicht (aktuelle Benchmarks in der Druck-Ausgabe von c't 23/03). Ihre Leistungsaufnahme ist aber nahezu identisch mit der eines Pentium 4 gleicher Taktfrequenz und beträgt beim Celeron 2,8 GHz bis zu 68,4 Watt (siehe Datenblatt) bei voller Auslastung mit gewöhnlichen Anwendungsprogrammen.

Durch die hohen Leckströme der "Northwood"-Prozessorkerne sowie die unvermeidlichen Wandlungsverluste der Spannungsregler des Mainboards und des ATX-Netzteils ziehen aktuelle Pentium-4- und Celeron-PCs bereits 60 bis 100 Watt Leistung aus dem Stromnetz, wenn nur das Betriebssystem geladen ist und die CPU noch kaum etwas zu tun hat. Unter Volllast benötigen Rechner der 3-GHz-Klasse mit modernen High-End-Grafikkarten bis über 200 Watt elektrischer Leistung, was nicht nur die Stromrechnung und die Umwelt belastet, sondern wegen der notwendigen lauten Kühlung oft auch die Nerven des Anwenders. (ciw)