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Intel stellt StrongARM-Nachfolger XScale vor

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Die ersten XScale-Prozessoren gibt Intel ab sofort als Muster an die Hersteller weiter. Die unter dem Codenamen Cotulla entwickelten System-on-a-Chips (nebst Prozessorkern mit integriertem Speichercontroller, Timer, Interrupt-, DMA- und anderen Controllern, LCD-, Flash-, Bluetooth-Interfaces und mehr) heißen PXA250 und PXA210 und laufen mit maximal 400 MHz respektive 200 MHz Taktfrequenz. Sie sollen bei gleicher Rechenleistung wesentlich weniger Strom benötigen als der mit maximal 206 MHz getaktete Vorgänger StrongARM, der beispielsweise in allen Pocket PC 2002 steckt. Der XScale erreicht das unter anderem mit einer dynamischen Taktfrequenz; er kann auch je nach anfallender Rechenlast die Kernspannung drosseln. Intel nennt das Turbo-Mode-Technik.

Die XScale-CPUs mit ARM-kompatiblem Kern sollen PDAs, Smartphones und auch Handys antreiben und haben alle dafür nötigen Controller und Interfaces an Bord. Sie unterstützen die ARM-Architektur V5 mit der Speicher sparenden 16-Bit-Erweiterung Thumb. Intel unterstreicht, dass Software-Lösungen für StrongARM oder XScale vollständig zueinander kompatibel sind. In Zukunft sollen die XScale-Prozessoren laut Intel kompatibel mit einer ganzen Reihe von Betriebssystemen sein, unter anderem mit Windows CE.NET, Pocket PC 2002, Palm OS, Symbian OS (Epoc) und natürlich entsprechenden Linux-Versionen, die nicht lange auf sich warten lassen dürften.

Fujitsu-Siemens hat mit seinem Pocket-PC-Erstling Pocket Loox bereits einen funktionierenden XScale-PDA gezeigt und auch die Pocket-PC-Riege von Hewlett-Packard über Casio, Toshiba bis zu Compaq und NEC werden wohl in Kürze ihre Modelle vorstellen. (jr)