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Intel stellt Support aller eigenen Consumer-Mainboards ein

Wer ein von Intel gebautes Mainboard einsetzt, bekommt ab dem 22. November keine BIOS- und Treiber-Downloads mehr.

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Chipsatzkühler eines Intel-Z87-Mainboards – der Totenkopf bekommt jetzt wohl eine neue Bedeutung.

(Bild: Mark Mantel / heise online)

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Intel hat alle selbst produzierten Consumer-Mainboards in den End-of-Life-Status (EOL) versetzt und stellt damit sämtlichen Support ein. Damit einhergehend nimmt Intel am 22. November 2019 Teile seines sogenanntes Download-Centers vom Netz, das bisher die letzten BIOS-Updates und Treiber zum Herunterladen enthielt.

Bis zur Haswell-Generation (Core i-4000) bot Intel eigene Mainboards an, die in Gaming- und Office-PCs wanderten, darunter das DZ87KLT-75K mit Z87-Chipsatz aus dem Jahr 2013. Damals etablierte Intel einen stilisierten Totenkopf für seine Gaming-Produkte.

Jetzt steht auf der Download-Seite: "Das Ende des Lebenszyklus – dieser Download, das BIOS-Update [KLZ8711D. 86A] 0459, ist nach dem 22. November 2019 nicht mehr verfügbar und wird von weiteren Funktions-, Sicherheits- oder anderen Updates nicht unterstützt. […] Intel empfiehlt Benutzern, […] die Nutzung so schnell wie möglich zu beenden."

Pikant ist die Support-Einstellung in Anbetracht der 2018 und 2019 publik gewordenen CPU-Sicherheitslücken wie Spectre und Meltdown, die auch Haswell und die Vorgängerserien betreffen. Intel veröffentlichte bis Ende 2018 BIOS-Updates für seine älteren Consumer-Mainboards. Patches gegen Sicherheitslücken gibt es für diese künftig nur noch über Windows- und Linux-Updates – teilweise auch mit neuem Microcode.

Treiber sind nicht Mainboard-spezifisch und lassen sich noch über andere Webseiten finden. Man muss lediglich wissen, welche Chips verlötet sind, und nach der passenden Software suchen. Server-Mainboards von Intel sind derweil nicht betroffen, auch wenn diese den End-of-Life-Status erreicht haben. (mma)