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Intel trotz deutlichen Gewinnrückgangs leicht über den Erwartungen

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Der US-Chipriese Intel hat im letzten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres erneut Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verzeichnen müssen, konnte dabei die gebremsten Erwartungen der Analysten aber leicht übertreffen. Im vierten Quartal 2006 erzielte Intel bei einem Umsatz von 9,7 Milliarden US-Dollar einen Gewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen 10,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt und damit 2,45 Milliarden US-Dollar verdient. Verglichen mit dem letzten Quartal des Jahres 2005 muss Intel damit einen deutlichen Gewinnrückgang um 39 Prozent bei Umsatzeinbußen von rund 5 Prozent hinnehmen. Der Gewinn pro Aktie liegt mit 0,26 US-Dollar zwar einen Cent über den Erwartungen der Analysten, fällt im Vergleich zum Vorjahreswert von 0,40 US-Dollar um 35 Prozent ab. Die Bruttohandelsspanne, das Verhältnis von Umsatz und operativem Ergebnis, sank von 61,8 auf 49,6 Prozent.

Im Jahresvergleich mit 2005 ging der Gesamtumsatz 2006 von 38,8 Milliarden US-Dollar um 9 Prozent auf 35,4 Milliarden US-Dollar zurück, der Gewinn schrumpfte von 8,7 Milliarden US-Dollar um 42 Prozent auf 5 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie sank um 39 Prozent von 1,40 auf 0,86 US-Dollar. Nach Veröffentlichung der Zahlen gab der Kurs der Intel-Aktie im nachbörslichen Handel um ein Prozent nach.

Mit dem Ergebnis schließt Intel ein schwieriges Geschäftsjahr ab, das von einem heftigem Preiskampf mit Erzkonkurrent AMD geprägt war und in dessen Verlauf das Unternehmen rund 15 Prozent seines Börsenwertes verlor. Intel konnte den Preisdruck im vierten Quartal teilweise mit höheren Stückzahlen und einem dank neuer High-End-Prozessoren wieder etwas gestiegenen durchschnittlichen Stückpreis abfedern. Im Jahresverlauf lieferte Intel 70 Millionen 65-nm-Prozessoren aus. Die Core-Duo-CPUs machten im letzten Quartal des Jahres bereits mehr als die Hälfte der ausgelieferten Prozessoren aus. Auch bei Flash-Speicherchips meldet das Unternehmen eine Rekordmarke, während die Stückzahlen bei Chipsets stagnierten und bei Motherboards zurückgingen.

Für 2007 setzt Intel auch auf neue 45-nm-Chips, die in der zweiten Jahreshälfte in Produktion gehen sollen. Im traditionell schwächeren ersten Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 8,7 und 9,2 Milliarden US-Dollar. Im Laufe des Jahres rechnet der Chiphersteller mit einmaligen Ausgaben für das Restrukturierungsprogramm, mit dem Intel-Chef Paul Otellini die Kosten in den Griff bekommen will. Intel will bis zur Jahresmitte 10.500 Arbeitsplätze abbauen.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Intel in US-Dollar

Quartal Umsatz Netto-
gewinn
1/00 8,0 Mrd. 2,7 Mrd.
2/00 8,3 Mrd. 3,5 Mrd.
3/00 8,7 Mrd. 2,73 Mrd.
4/00 8,7 Mrd. 2,6 Mrd.
1/01 6,7 Mrd. 1,1 Mrd.
2/01 6,3 Mrd. 0,85 Mrd.
3/01 6,5 Mrd. 0,11 Mrd.
4/01 7,0 Mrd. 0,50 Mrd.
1/02 6,8 Mrd. 0,94 Mrd.
2/02 6,3 Mrd. 0,45 Mrd.
3/02 6,5 Mrd. 0,69 Mrd.
4/02 7,2 Mrd. 1,05 Mrd.
1/03 6,8 Mrd. 0,92 Mrd.
2/03 6,7 Mrd. 0,896 Mrd.
3/03 7,8 Mrd. 1,7 Mrd.
4/03 8,7 Mrd. 2,173 Mrd.
1/04 8,1 Mrd. 1,7 Mrd.
2/04 8,1 Mrd. 1,8 Mrd.
3/04 8,5 Mrd. 1,9 Mrd.
4/04 9,6 Mrd. 2,123 Mrd.
1/05 9,4 Mrd. 2,154 Mrd.
2/05 9,2 Mrd. 2,038 Mrd.
3/05 9,96 Mrd. 1,995 Mrd.
4/05 10,20 Mrd. 2,453 Mrd.
1/06 8,940 Mrd. 1,347 Mrd.
2/06 8,01 Mrd. 0,885 Mrd.
3/06 8,739 Mrd. 1,301 Mrd.
4/06 9,694 Mrd. 1,501 Mrd.
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