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Intel übertrifft Erwartungen

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Intel hat in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2005 einen Nettogewinn von 2,154 Milliarden US-Dollar oder 34 Cent je Aktie erzielt. Damit übertraf der weltgrößte Chiphersteller die Erwartungen der Analysten, die einen Gewinn von knapp über 30 Cent je Aktie prognostiziert hatten. Gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, als 1,7 Milliarden US-Dollar Gewinn (26 Cent pro Aktie) ausgewiesen wurden, bedeutet dies eine Steigerung um 31 Prozent.

Beim Umsatz legte Intel gegenüber dem Vorjahr (8,091 Milliarden US-Dollar) um 17 Prozent auf 9,434 Milliarden US-Dollar zu. Hier waren Marktbeobachter von rund 9,3 Milliarden US-Dollar ausgegangen. Intel-CEO Craig Barrett führte die zweistelligen Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn vor allem auf die starke Nachfrage nach Chips im Mobilsektor zurück. Im März schon hatte Intel seine Umsatzprognose für das laufende Quartal angehoben und mit der starken Nachfrage nach Centrino-Chips in Laptops begründet.

Mit Mikroprozessoren setzte Intel im ersten Quartal 6,895 Milliarden US-Dollar um (Vorjahr: 6,150 Milliarden US-Dollar), Flash-Speicher trugen mit 578 Millionen US-Dollar zum Umsatz bei (Vorjahr: 417 Millionen US-Dollar). Für Chipsätze, Motherboards und sonstige Halbleiterprodukte weist der Geschäftsbericht Umsätze in Höhe von 1,961 Milliarden US-Dollar aus (Vorjahr: 1,524 Milliarden US-Dollar). Bei der regionalen Verteilung der erwirtschafteten Umsätze liegt der Asien-Pazifik-Raum mit 47 Prozent deutlich vor Europa (22 Prozent), Nord- Mittel- und Südamerika (21 Prozent) sowie Japan (10 Prozent).

Die Bruttomarge -- eine Kennzahl, die Aufschluss über die Kosteneffizienz eines Unternehmens gibt, indem sie den prozentualen Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der Herstellungskosten übrig bleibt, beziffert -- stieg im ersten Quartal auf 59,3 Prozent. Intel hatte den Anlegern im vergangenen Monat lediglich 57 Prozent in Aussicht gestellt. Für das laufende Geschäftsjahr erhöhte Intel die Prognose für die Bruttomarge um einen Prozentpunkt auf 59 Prozent. Im laufenden Quartal werde sie allerdings auf rund 56 Prozent zurückgehen, hieß es.

Intel beschloss zudem eine Erhöhung der Investitionen in diesem Jahr. Statt der zunächst geplanten 4,9 bis 5,3 Milliarden US-Dollar sollen nun 5,4 bis 5,8 Milliarden US-Dollar vorrangig in die Ausweitung der 65-nm-Chipfertigung investiert werden. In New York legte die Intel-Aktie nach Bekanntgabe der Quartalszahlen um mehr als drei Prozent auf über 23,30 US-Dollar zu.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Intel in US-Dollar

Quartal Umsatz Netto-
gewinn
1/00 8,0 Mrd. 2,7 Mrd.
2/00 8,3 Mrd. 3,5 Mrd.
3/00 8,7 Mrd. 2,73 Mrd.
4/00 8,7 Mrd. 2,6 Mrd.
1/01 6,7 Mrd. 1,1 Mrd.
2/01 6,3 Mrd. 0,85 Mrd.
3/01 6,5 Mrd. 0,11 Mrd.
4/01 7,0 Mrd. 0,50 Mrd.
1/02 6,8 Mrd. 0,94 Mrd.
2/02 6,3 Mrd. 0,45 Mrd.
3/02 6,5 Mrd. 0,69 Mrd.
4/02 7,2 Mrd. 1,05 Mrd.
1/03 6,8 Mrd. 0,92 Mrd.
2/03 6,7 Mrd. 0,896 Mrd.
3/03 7,8 Mrd. 1,7 Mrd.
4/03 8,7 Mrd. 2,173 Mrd.
1/04 8,1 Mrd. 1,7 Mrd.
2/04 8,1 Mrd. 1,8 Mrd.
3/04 8,5 Mrd. 1,9 Mrd.
4/04 9,6 Mrd. 2,123 Mrd.
1/05 9,4 Mrd. 2,154 Mrd.