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Intel überwindet Schwäche im PC-Markt

Der Konzern versucht schon länger, vom Kerngeschäft mit PC-Prozessoren unabhängiger zu werden. Auf diesem Kurs gab es zuletzt weitere Fortschritte – aber zugleich sah es auch bei PC-Prozessoren wieder deutlich besser aus.

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Intel überwindet Schwäche im PC-Markt

Intel Pentium G4600 mit Kaby-Lake-Technik.

Intel konnte im Schlussquartal 2016 Zuwächse im lange schwächelnden PC-Geschäft verzeichnen. Der Konzernumsatz wuchs im Jahresvergleich um 9,8 Prozent auf 16,37 Milliarden Dollar (15,24 Milliarden Euro). Der Gewinn ging zwar von 3,61 Milliarden auf 3,56 Milliarden Dollar zurück, wie Intel nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Börsianer waren dennoch zufrieden: Als Ergebnis pro Aktie hatten sie 68 US-Cent erwartet, Intel kam auf 73 Cent. Der Kurs notierte nachbörslich kaum verändert.

Der Zuwachs im Geschäft mit PC-Prozessoren – nach wie vor Intels wichtigstes Standbein – fiel nach mehreren Jahren mit einem schrumpfenden Markt ungewöhnlich deutlich aus. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn sprang um 29,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.

Nach wie vor profitiert Intel vom schnell wachsenden Datenverkehr. Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren wuchs um 8 Prozent auf 4,67 Milliarden Dollar. Mit einem operativen Ergebnis von 1,88 Milliarden Dollar lief es zugleich gut 13 Prozent weniger ertragreich als im Vorjahresquartal.

Im Zukunftsmarkt der vernetzten Geräte im Internet der Dinge konnte Intel ebenfalls deutlich zulegen. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 726 Millionen Dollar – damit macht der Bereich aber immer noch nur einen kleinen Teil des Intel-Geschäfts aus. Sein operativer Gewinn wuchs von 133 Millionen auf 182 Millionen Dollar.

Intel will sich auch verstärkt im Autogeschäft etablieren und arbeitet mit BMW bei der Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge zusammen. Außerdem will der Konzern bei der nächsten Datenfunk-Generation 5G mitmischen und liefert Mobilfunk-Modems für einen Teil von Apples iPhone 7.

Für das laufende Jahr rechnet Intel nur mit einem unveränderten Umsatz wegen des Verkaufs der IT-Sicherheitssparte. (anw)

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