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Intel und Nokia veröffentlichen erstes MeeGo-Release

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Intel und Nokia haben die erste Version von MeeGo veröffentlicht. Das Linux für Mobilgeräte war im Februar aus dem Zusammenschluss von Intels Moblin- und Nokias MaemoPlattform entstanden. Das Projekt stellt jetzt ein USB-Image für Atom-Netbooks und ein ARM-Image für das Nokia N900 zum Download bereit. Außerdem ist ein Git-Archiv mit den Quelltexten und ein Repository mit RPM-Paketen verfügbar.

Der jetzt freigegebene Code umfasst die MeeGo-Infrastruktur, das Betriebssystem und den Middleware-Layer. Weitere Funktionen des "MeeGo common core" wie die Kommunikations- und Telefoniefunktionen, Dienste zum Zugriff auf das Internet, Social Networks und Medien sowie weitere Funktionen sollen in den nächsten Tagen folgen. Was noch fehlt, ist alles, was die User Experience in den angezielten Anwendungsbereichen – Netbooks, Smartphones, Unterhaltungssysteme für Autos und mit dem Internet verbundene Fernseher – ausmacht.

Wie Imad Sousou, Direktor des Open Source Technology Center bei Intel, in seiner Freigabe-Mail betont, handelt es sich bei dem jetzt freigegebenen Code lediglich um eine Vorabversion – die grafische Oberfläche beispielsweise fehlt noch. Entsprechend bootete das Netbook-Image in ersten Tests lediglich in ein Text-Terminal, aus dem heraus der bereits enthaltene X-Server nicht startete. Laut Sousou sollen die fehlenden Teile aber zügig ergänzt werden: Im Mai soll die erste vollständige MeeGo-Version erscheinen.

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(odi)