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Intel und STMicroelectronics legen das Flash-Speichergeschäft zusammen

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Intel und der größte europäische Chiphersteller STMicroelectronics legen ihre jeweiligen Flash-Speicherchipsparten in einem neuen, noch namenlosen Joint Venture zusammen, an dem sich auch der kalifornische Finanzinvestor Francisco Partners mit 6,3 Prozent beteiligt. Intel bringt seine NOR-Flash-Sparte ein und erhält dafür 45,1 Prozent der Anteile am neuen Unternehmen sowie eine Barzahlung von 432 Millionen US-Dollar, ST bekommt 48,6 Prozent der Aktien und 468 Millionen US-Dollar.

Bisher produzieren die nun vereinigten Werke von Intel und ST vor allem NOR-Flash-Speicherchips, in Zukunft stehen auch Phasenwechsel- beziehungsweise Phasenübergangsspeicherbauelemente auf dem Programm. Solches PRAM könnte bereits ab Ende dieses Jahres zu haben sein.

Intel und ST kooperieren in Bezug auf NOR-Flashes seit vorvorigem Jahr; es waren bereits Spekulationen über einen Verkauf des israelischen Intel-Werks Fab 18 an ST aufgetaucht. Gemeinsam mit Micron hat Intel vor rund eineinhalb Jahren das Joint Venture IM Flash Technologies für NAND-Flash-Speicher gegründet; auch ST hat mit dem Kooperationspartner Hynix eine NAND-Flash-Fertigung in China aufgebaut. Die ST-Anteile am ST-Hynix-Joint-Venture gehen übrigens in das neue Intel-ST-Franciso-Unternehmen ein, während IM Flash Technologies unverändert weiterbesteht.

Die Intel-ST-Kooperation verändert das Gefüge im NOR-Flash-Speichermarkt schlagartig. Hier hatte sich die ehemalige AMD- und Fujitsu-Sparte Spansion die Marktführerschaft vor Intel erkämpft, der DRAM- und NAND-Flash-Marktführer Samsung lag auf Platz 4. Während Samsung beim NOR-Flash-Umsatz zuletzt zulegen konnte, schrumpften die Umsätze von Intel und ST in diesem Bereich deutlich.

Weitere NOR-Flash-Hersteller sind SST, Sharp, Toshiba, Micron und Macronix. Der Umsatzanteil von NAND-Flash (2006: rund 12,1 Milliarden US-Dollar) am gesamten Flash-Speichermarkt ist seit einigen Jahren deutlich größer als jener des früher dominierenden NOR-Typs (2006: rund 8,5 Milliarden US-Dollar), außerdem liegen die Zuwachsraten bei den ausgelieferten Bits und beim Umsatz – trotz dramatischen Preisverfalls – bei NAND-Flash höher. Nach der Fusion der Flash-Sparten von Intel und ST bedienen jetzt nur noch vier Firmen 75 Prozent des gesamten Flash-Marktes. (ciw)