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Intel verdoppelt Quartalsgewinn

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Gegenüber dem zweiten Quartal 1999 konnte Intel den Gewinn im abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal 2000 massiv um 98 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar steigern. Der Quartalsumsatz stieg um 24 Prozent auf den Rekordwert von 8,3 Milliarden US-Dollar. Ausgeklammert aus dieser Gewinnbilanz sind allerdings die Kosten für die diversen Firmeneinkäufe, die Intel inzwischen nahezu alle zwei bis drei Wochen tätigt. Aber auch unter Berücksichtigung dieser Kosten sieht die Bilanz mit 3,1 Milliarden US-Dollar (plus 79 Prozent) geradezu traumhaft aus – und das trotz einer 200 Millionen US-Dollar teuren Rückholaktion fehlerhafter Chips und mangelnder Akzeptanz des von Intel favorisierten Rambus-Speichers und der zugehörigen Rambus-Chipsätze.

Bezogen auf das erste Quartal 2000 fallen die Steigerungen allerdings etwas bescheidener aus: Umsatz plus 4 Prozent, Gewinn plus 16 Prozent. Der Gewinn pro Aktie beträgt ziemlich genau einen US-Dollar (ohne die Akquirierungskosten), wird aber bereits mit 0,50 US-Dollar angegeben, da für den 30. Juli ein Aktiensplit von 2:1 vorgesehen ist.

Intel-Chef Craig R. Barrett zeigt sich äußerst zufrieden über dieses Resultat, zumal nach seinen Worten das zweite Quartal saisonal bedingt immer etwas schwächer ist. Die guten Ergebnisse führt Intel vor allem auf hohe Nachfrage bei Mikroprozessoren, Flash-Speichern und Netzwerk-Chips zurück. In diesem Jahr will der Marktführer über 6 Milliarden US-Dollar in neue Fabriken investieren und so seine Führungsposition weiter ausbauen. Das lässt weitere größere Umsatzsteigerungen für die nächsten Monate erwarten, denn die Nachfrage nach Prozessoren und Flash-Bausteine übersteigt derzeit offenbar recht deutlich Intels vorhandene Lieferkapazität. (as)