Menü

Intel verspricht "Coffee Lake"-Prozessoren noch für 2017

Beim "Investor Meeting" erläuterte Intel die Strategie für die nächsten Jahre und kündigte die achte Core-i-Generation mit mehr als 15 Prozent Leistungsplus noch für 2017 an; auch Flash-Systeme mit 1 PByte Kapazität auf 1 HE wurden erwähnt.

Intel Core i-8000 alias Coffee Lake

Intels Core i-8000 alias Coffee Lake soll mehr als 15 Prozent schneller sein als Kaby Lake im BAPCo SYSmark 2014.

(Bild: Intel)

Gestern gab Intel am Hauptsitz in Santa Clara auf einem Investor Meeting einen Ausblick in die Zukunft der Firma. Dabei kündigte Dr. Murthy Renduchintala, Leiter der Sparten Client Computing Group (CCG), IoT und Systems Architecture, die achte Generation der Core-i-Prozessoren für das zweite Halbjahr 2017 an. Diese vermutlich als Core i-8000 kommenden 14-Nanometer-Chips sollen im Windows-Anwendungsbenchmark BAPCo SYSmark 2014 v1.5 um mehr als 15 Prozent schneller rechnen als die aktuellen Kaby-Lake-Chips.

Renduchintala nannte dabei leider weder Codenamen, noch Taktfrequenzen oder konkrete CPU-Typen. Das Beispiel bezog sich allerdings auf einen Core i7 und es ging im Kontext darum, dass Intel die 14-nm-Fertigungstechnik noch weiter optimieren will. Sie kommt schon seit Broadwell (Core i-5000) zum Einsatz, nach Skylake (Core i-6000, sechste Generation), Kaby Lake (Core i-7000) und dann eben Core i-8000 in der vierten Version.

Vermutlich bezog sich die Aussage mit "mehr als 15 Prozent Performance-Plus" auf eine Mobilversion von "Coffee Lake". Denn bei den letzten SYSmark-Vergleichen bei der Ankündigung von Kaby Lake hatte sich Intel ebenfalls auf "U"-Prozessoren bezogen. Der SYSmark profitiert besonders von hoher Single-Thread-Rechenleistung, die bei ähnlicher Architektur ("Lake") vor allem aus höheren Taktfrequenzen kommt.

Verwirrend ist dabei, dass Intel außer Coffee Lake mit 14 nm auch Cannonlake mit 10 nm noch für 2017 angekündigt hat; Cannonlake ist aber wohl zunächst nur für superdünne Notebooks, Tablets und Hybriden gedacht - jedenfalls hatte Krzanich auf der CES ein 2-in-1-Gerät mit Cannonlake gezeigt.

Nach Spekulationen soll die Desktop-Version von Coffee Lake wohl endlich auch die Zahl der Kerne bei den "Mainstream"-Prozessoren der Core-i-Familie von vier auf sechs steigern. Ob diese Hexa-Cores allerdings auch schon 2017 kommen, ist offen.

Die ebenfalls noch 2017 erwarteten Skylake-X und Kaby Lake-X erwähnte Intel nicht.

Obwohl andere 10-nm-Prozessoren wohl vor Cannonlake kommen, sieht sich Intel weiter gut aufgestellt: Langfristig gesehen halbiere man die Fläche von Logikzellen weiterhin alle zwei Jahre. Doch die Abstände zwischen den Strukturverkleinerungen wachsen. Die nun doch weitergebaute Fab 42 soll jedenfalls ab etwa 2020/2021 7-nm-Chips ausstoßen.

Eine wichtige Säule für Intels Geschäfte sind Server, vor allem Cloud-Maschinen für große Rechenzentren. Cloud-Hardware statt klassischer Enterprise-Server setzt sich aber auch in den kleineren Rechenzentren einzelner Firmen immer mehr durch. Laut Intel kompensiert das Wachstum bei den Cloud-Systemen den Rückgang bei den Enterprise-Servern deutlich.

Die gößten Wachstumschancen sieht Intel aber vor allem bei Artificial Intelligence (AI/KI) beziehungsweise Machine Learning/Deep Learning/neuronalen Netzen - und bei Flash-Speicher und dem kommenden 3D XPoint. Intels Server-Chefin Diane Bryant verkündete, dass ein Storage-System im flachen 1-HE-Gehäuse künftig bis zu 1 PByte Halbleiterspeicher in Form von 3D-NAND-SSDs und 3D-XPoint-Beschleunigern enthalten könne.

In Bezug auf AI gab es nichts substanziell Neues: Hier wurden Xeon Phi und dessen Variante Lake Crest bereits angekündigt. (ciw)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige